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14
Jun
2010
Solarwave in Budapest 14.6.2010 Drucken E-Mail

Wir fahren seit Wien absolut autark!
Die täglichen Strecken von 60 - 100 km mit einer Fahrt durchs Wasser von ca. 8 kmh schafft die Solarwave locker autark - kein Diesel. Ist schon ein witziges Gefühl, wenn andere Boote die die selbe Strecke fahren, zur Tankstelle müssen - und unsere Tanks immer voll sind.
Nach dem Besuch von Bratislava sind wir nun in Budapest eingelangt. Die Strecke ist abenteuerlich - für uns Seefahrer sehr ungewohnt.
Laut Karte - wir haben die perfekte Karte in10 Buchbänden von Pierre Verberght - gibt es hier hunderte Tonnen, farblich hübsch sortiert, die grünen auf der linken Fahrwasserseite die roten rechts.

Die Realität sieht leider ganz anders aus - zwischen 80 und 90 % der Tonnen sind nach dem letzten Hochwasser - oder vielleicht schon seit mehreren Jahren - nicht mehr an der Stelle an der sie sein sollten. Mal sind die roten links, mal die grünen rechts angeschwemmt worden, mal auf der richtigen Seite aber an einer ganz anderen Stelle, unzählige fehlen einfach. Die 10 - 20% die richtig stehen, genießen nicht mein Vertrauen - woher sollte man wissen, dass die nicht auch falsch sind?
Es ist erschütternd - heute sind wir an einer Stelle vorbeigefahren, an der 16 Tonnen in Reih und Glied durch eine gefährliche Engstelle weisen hätten sollen - nicht eine davon war richtig. Aber dann sieht man wieder mehrere rote und grüne Tonnen gemeinsam am Ufer liegen.

So steht es in der Karte.

dsc_9853

 

Hier dieselbe Stelle von Ost nach West fotografiert - keine einzige Tonne zu sehen!

dsc_9872

 

 

Eine rote und eine grüne Tonne in trauter Zweisamkeit - keine von ihnen ist am richtigen Paltz, beide sind abgetrieben worden.

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Das macht die Fahrt weniger entspannend als sie sein könnte, die Donau ist ja breit genug, das Fahrwasser jedoch ist oft nur ein Viertel der Flussbreite - die Frage ist nur - welches Viertel!!??
Zudem treiben ständig Baumstämme im Wasser - teilweise bis 10 m Länge und einem halben Meter Durchmesser - keine Frage die sieht man - aber den Bäumen, den Überholern (Frachter und Linienschifffahrt haben ja Vorrang) und den Entgegenkommenden auszuweichen, die falschen Tonnen zu ignorieren, die am Ufer nicht vorhandenen Kilometerangaben durch Schätzung zu ersetzen und dann noch das Boot bei einer Strömungsgeschwindigkeit von meist um die 10 kmh zu steuern ist nicht sehr schwierig, verlangt aber höchste Aufmerksamkeit.

Montag - Besichtigung von Budapest - eine tolle Stadt, große Paralleln zu Wien wir haben einen schönen Platz in einer Marina gefunden, ein fürchterliches Gewitter heil überstanden und uns wieder mit Mücken geärgert ...

 

Am Dienstag fahren wir in schnellen Schritten weiter nach Apatin, wo wir am Freitag ankommen wollen.

 
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