Home Solarwave-Project Archiv Reisetagebuch 2010 Planetsolar ist ebenfalls gestartet - wie geht es mit Solarwave weiter?
07
Oct
2010
Planetsolar ist ebenfalls gestartet - wie geht es mit Solarwave weiter? Print E-mail
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Wie viele von Ihnen wissen, gibt es ja von Anfang an ein zweites Projekt, dass ebenso wie wir die erste solare Weltumrundung plant - Planetsolar. Mehrfach haben wir auf unserer Website dieses Projekt vorgestellt.

Wir haben einander nie als Konkurrenten, sondern als Wegbereiter der selben gemeinsamen Idee gesehen. Deshalb kann ich Ihnen nun mit Freude - und zugegeben ein bisserl Wehmut, weil wir nicht mehr die Einzigen sind - mitteilen, dass Planetsolar gestartet ist und in den nächsten Tagen in den Atlantik einfahren wird. Ursprünglich wollten sie erst im April 2011 über den Atlantik gehen, haben sich nun aber entschlossen dies heuer noch zu wagen und sind derzeit in Tanger gegenüber von Gibraltar. Im Oktober und November - also in der Kernzeit der Hurrikansaison - den Atlantik und die Karibik zu überqueren halten wir für eine sehr große Herausforderung. Bei den technischen Möglichkeiten und der enormen Größe dieses Schiffes handelt es sich dabei vermutlich um ein kalkuliertes Risiko.
Wir wünschen der Crew aus ganzem Herzen alles Gute bei diesem Unternehmen und sind der Überzeugung, dass deren Erfolg eine weitere Stufe auf dem Weg zum Durchbruch einer umweltfreundlichen Technologie bedeutet.


Wie geht es mit der Solarwave weiter?

Seit unserem Start im April 2010 sind wir einerseits durch Wetterkapriolen und deren Folgen (Schleusensperren wegen Reparaturen, Dammbrüche, Hochwasser mit großen im Wasser treibenden Bäumen, mehrfache Sperrungen der Donau für den gesamten Verkehr, Stürme im Schwarzen Meer und hohe Wellen) aufgehalten worden, andererseits hat auch die von uns selbst angeregte Medienarbeit und die Besuche der Journalisten viel Zeit in Anspruch genommen - dafür dem Projekt aber zu sehr großer Bekanntheit verholfen. Und darum geht es ja eigentlich. 

Natürlich wären wir gerne die ersten, die mit einem Solarboot um die Welt fahren. Deshalb auch die oben erwähnte Wehmut. Wichtig für unsere Umwelt ist es jedoch lediglich, dass es überhaupt jemand in Angriff nimmt und den Beweis erbringt, dass solare Mobilität möglich ist.

Planetsolar will in kürzest möglicher Zeit diese Strecke zurücklegen, das Ziel von Solarwave ist es jedoch, möglichst viele Menschen und Unternehmen direkt und unmittelbar - nicht nur über Medien - zu erreichen und von der Machbarkeit solarer Energieversorung zu überzeugen. Solarwave kann man hautnah erleben indem man auf ihr mitfahren kann. Wir werden das nächste Jahr im Mittelmeer verbringen und weiter wie bisher eine Promotionsfahrt für solare Energieversorgung im Haushalt und zur Fortbewegung unternehmen.

Das ist eine gute Gelegenheit für bestehende und zukünftige Kooperationspartner, Ihre Produkte entsprechend zu positionieren und in gerade für Solarenergie interessanten Ländern zu bewerben. Dass das Solarwave-Projekt große Medienwirksamkeit besitzt erfahren wir jeden Tag auf´s Neue. Selbst wenn wir wie in diesen Tagen unangekündigt (weil ungeplanterweise) und quasi "anonym" in Mythilene (Lesbos) einlaufen, stehen sofort die Menschen um das Boot, berichtet die größte Zeitung (hier der Link) bereits am nächsten Tag und tags darauf ist die Solarwave mit einem mehrminütigen Beitrag im griechischen Fernsehen (hier der Link). Und genau diese Aufmerksamkeit zu nutzen ist unsere Aufgabe für die nächste Zeit.


Im kommenden Jahr werden wir an wenigen ausgewählten, besonders schönen Orten im Mittelmeer Urlaubsfahrten anbieten. Die vielen Interessierten, die es bisher aus Zeitgründen nicht geschafft haben, mit der Solarwave mit zu fahren, erhalten dadurch eine weitere Möglichkeit, die Erfahrung des "lautlosen Dahingleitens" an Bord der Solarwave zu machen.

 

Fazit:

Es geht weiter! Die Weltumrundung ist absolut nicht aufgehoben, nur aufgeschoben, nicht als "Rennen", sondern als Promotionstour für unsere Partner. Gleichzeitig wird es für Interessenten, die auf der Solarwave mitfahren möchten, leicht planbar.

 

In Mythilene besuchen uns täglich viele Menschen an Bord - die hier ansässige "University of Environmental Studies and Marine Sciences" schickt ihre Doktoratsstudenten um die Technik am Boot kennen zu lernen, Schulklassen pilgern zum Hafen, um uns Fragen zu stellen. Und wie überall - Journalisten.

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