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Reisetagebuch 2011
22
Dec
2011
Merry Christmas and a happy New Year Print E-mail

Dear friends of Solarwave!

A year passed, full of work but also full of beautiful days with our guests on board of Solarwave.
This autumn Heike and myself already gave 36 presentations about Solarwave in Germany, now we are with our family at home in Austria while Solarwave is in Greece on drydock - producing energy. So each of us does his work!
In order to give you the opportunity to plan your holiday and to dream of next summer, we prepared many new articles on our webiste.
You will find new blog-articles also new tests (sorry only in german), on our You-tube-site you´ll find new Videos, and there are some more dates for the presentations.

Because of the steady demand Solarwave will cruise during next summer again in the Jonian Sea beween the islands of Corfu and Zakynthos. You can easily get there per plane or ferry-boat.
The weather in this area is gorgeous - 6 month of sun, no rain, little wind, no waves - perfect for a solarboat!
And not to forget the beautiful scenery - the picturesque villages, the blue and green water in the bays, not overcrowded as Croatia, no fees to anchor in a bay, not even fees in villages, very good food - and - very friendly people! During all the years we spent on the oceans of the world we never before found a country with so many advantages! And it is so close to our home!

Come and visit us - so you can experience this comletely new way of sailing - we really call it "solarsailing" - free of emissions, free of stress - the perfect chill-out. "Solarsailing" is also possible without sun, and even aginst the wind - always noiseless cruising!

We wish you and your family a Happy New Year!

Kind regards, Heike Patzelt und Michael Köhler

 

 
05
Oct
2011
Solarwave steht an Land Print E-mail
Am 4.10. wurde die Solarwave in der Marina Cleopatra in Preveza an Land gehoben. Um es kurz vorweg zu nehmen - tolle Marina, sehr sauber und ordentlich, perfekter Service etliche deutschsprachige Mitarbeiter, sehr guter erster Eindruck - Details folgen. Hier als Vorgeschmack drei Fotos vom 300 Tonnen-Kran - der nur aufgrund der Breite der Solarwave notwendig war. 
Fotos: 
- Einfahrt in die Marina Cleopatra
- der Kran fährt über uns
- Solarwave steht an ihrem Winterplatz mit Blick auf´s Meer
- der Vorplatz der Marina mit den 2 Portalkränen (50T und 300T)

Die Einwinterungsarbeiten gestalten sich wie auch schon im Vorjahr sehr unproblematisch. Keine Segel die gewaschen, getrocknet und abgeschlagen werden müssen, kein Bimini, das abmontiert werden muss, keine Dieselantriebe die gewartet werden müssen. Nur ein wenig zusammenräumen und das Beiboot putzen, das war´s.  Wenn wir das vergleichen mit dem Aufwand, den wir bei unseren vorhereigen Booten hatten - tagelange schwere Arbeit. Beides probiert, kein Vergleich!
Nicht nur im Sommer hat ein Solarboot große Vorteile, auch beim Einwintern!

Die Saison ist hier zu Ende, am Donnerstag um 5 Uhr geht es los per Auto nach Igoumentisa, mit der Fähre nach Venedig und am Freitag Mittag hat uns die Heimat wieder.


Herzliche Grüße aus dem noch sehr warmen Griechenland!


 
30
Sep
2011
spießig Print E-mail
na manchmal fällt den Leuten einfach nichts mehr ein .......
Ein "Segler" kommt zu unserem Boot um sich über die technischen Details
der Solarwave zu erkundigen. Nachdem er erfahren hatte, dass wir 30
Stunden autark sind, auch bei starkem Wind gegenan fahren können wich
das anfänglich Erstaunen einer leichten Entrüstung. Als er dann auf
unserem Prospekt gesehen hatte, dass wir nicht nur elektrisch fahren
sonder auch elektrisch kochen und 2 Gefrierschränke und einen großen
Kühlschrank haben, meinte er, das sei ja "schon spießig". Als er
erfuhr, dass wir auch über eine Klimaanlage und 5 Warmwasserboiler
verfügen, sagte er: "ja, aber das ist ja dann gar nicht mehr unbequem" -
mit dem Unterton - ja wenn es Spaß macht und bequem ist, dann hat es ja
gar nichts mehr mit Segeln zu tun .

Tja ......

Aber unsere Gäste fühlen sich trotzdem wohl - obwohl es so spießig und
bequem ist..... ;-)

 
21
Sep
2011
Gewitter und Skipper im Krankenhaus Print E-mail
Wie in weiten Teilen Europas – nur mit ein paar Tagen Verspätung - hat die Unwetterfront auch in Griechenland gewütet. Draußen recht heftiger Wind – ca. 7 Bft (50 + kmh), hier in einer Bucht auf Meganisi beinahe Windstille, nur wenige Böen schaffen es bis in die geschützte Bucht. In der Nacht war der Himmel stundenlang taghell, tausende Blitze ringsum. In einem Segelboot neben uns hat ein vermutlich kleiner Blitz oder eine Teilentladung eingeschlagen, wir sahen einen Funkenregen vom Masttop auf das Deck niederprasseln, wie ein Feuerwerk!

Leider haben die Segler am Morgen danach - auch wieder während eines Gewitters - die Bucht verlassen, ich hätte sie sehr gerne gefragt, ob etwas beschädigt wurde und was sie so gemerkt haben.

Zwei Nächte hinter einander regnete es sehr stark, der Himmel scheint die Trockenheit der letzten 5 Monate wieder ausgleichen zu wollen. Am Mittwoch stahlblauer Himmel, nur einige bös-schwarze Wolkentürme ziehen noch durch. Aber es ist wieder warm und das Wasser hat noch 29°C!

Seit nunmehr 5 Wochen laboriert der Skipper der Solarwave an einer Schleimbeutelentzündung am rechten Ellebogen. Zweimal wurde er im Krankenhaus von „jungen Ärzten“ untersucht. Erfolglos. Wir wollen das nicht näher erörtern. In der Zwischenzeit erinnerte der Ellebogen an eine Clownnase, kräftig geschwollen und rot, mehrere Therapieversuche mit verschiedenen Medikamenten haben nicht angeschlagen. Ein Besuch in der Privatordination eines Orthopäden brachte zumindest mal eine Diagnose, Röntgen und Bluttest die Gewissheit. Nun stopft er sich mit 2 verschiedenen Antibiotika, entzündungshemmenden Tabletten und Magenschutz den selbigen voll. Aber es wirkt. Auf dem Nachbar-Katamaran urlaubt derzeit ein Chirurg aus Wien, der schnell mal eine Operation an Bord der Solarwave durchgeführt hat. Der Ellebogen wurde punktiert. Kurzum, Operation geglückt, der Patient lebt und ist wohlauf. Anbei das Foto ….

Herzliche Grüße von Bord der Solarwave, Heike und Michael  
 
21
Sep
2011
nur noch 2 Wochen Print E-mail
..... ist die Solarwave in diesem Jahr in Betrieb, dann wird sie in der Marina Cleopatra www.cleopatra-marina.gr an Land gehoben und die Crew fährt nach Österreich, um den neuen Solarwave- Vortrag vorzubereiten. In der Winterssaison wird das Team auf mehreren großen Messen zu sehen sein und in ihrem Vortrag News über das Projekt, Ergebnisse ihrer Entwicklungsarbeit und eine Vorschau auf das nächste Jahr bieten. Natürlich werden auch viele schöne Fotos aus Griechenland Platz finden und technische Details genannt werden.

Wie ein typisches Charterboot hat die Solarwave von Frühjahr bis Herbst 2011 beinahe fahrplanmäßig jede Woche ca. 120 bis 150 Seemeilen zurückgelegt, dabei waren zumeist 8 Personen – Gäste, Interessenten oder Journalisten und die Crew - an Bord, für die täglich 3 Mahlzeiten gekocht wurden – ausschließlich mit Solarstrom – der Generator wurde seit Wien im Mai 2010 (außer zu Wartungszwecken im Hafen liegend, mit vollen Batterien, unter Zeugen und nur für wenige Minuten) nicht mehr gestartet! Weil es nicht notwendig war.
Ein herkömmliches Segelboot hätte in diesem Zeitraum und auf dieser Strecke nicht nur etliche Gasflaschen und tausende Plastik-Wasserflaschen, sondern auch mindestens 2.000 Liter Diesel verbraucht. Alleine mit diesem Geld könnte man schon einen Satz neue Batterien – der einzige Verschleißteil an Bord – kaufen, was aber gar nicht nötig ist. Sie sind ebenso stark wie am ersten Tag, weil sie kaum belastet werden, da die Solarwave zumeist mit dem Strom fährt, der gerade von den Paneelen produziert wird.

Dieses System ist absolut einzigartig, noch nie hat es eine Yacht gegeben, die in einem mehrmonatigen Testbetrieb - der einem harten, professionellen Chartereinsatz entspricht - im Zeitraum von Mai 2010 bis Oktober 2011 auf einer Strecke von über 4.000 Seemeilen keinen Tropfen Treibstoff - und auch kein Gas zum Kochen - verbraucht. Es sind keinerlei Wartungsarbeiten angefallen, alle Systeme arbeiten noch wie am ersten Tag. Das Einwintern wird heuer wie im Vorjahr nur wenige Stunden dauern, nicht wie auf einem Segelboot üblich mehrere Tage mit Abschlagen der Segel (und allfälligen Reparaturen) und vielfältigen Wartungsarbeiten an Rigg und Motoren.

Täglich bleiben Menschen vor dem Boot stehen und sagen Sätze wie: "das ist das Konzept der Zukunft", "in wenigen Jahren wird es viele Boote geben wie dieses", "I admire your idea", "gratulation to this great project". Gestern hatten wir Robert, einen Schweizer, der vor 30 Jahren nach Neuseeland ausgewandert ist, als Gast an Bord. Es hat mit über 60 Mitarbeitern in Neseeland so ziemlich alles an Fun-Sportarten angeboten - Helicopter-Skiing, Rifer-Rafting, High-Speed-Jetboot-Fahrten auf reißenden Flüssen uvm. Vor 10 Jahren hat er alles verkauft und fährt seitdem mit seinem 44 Fuss Katamaran um die Welt. Auch er war ganz begeistert vom Konzept der Solarwave - "schon oft hab ich mir gedacht, ich schneide den Mast einfach um, so viele Male hast du entweder gar keinen Wind oder er kommt aus der falschen Richtung, oder? Die Strecke von Indonesien nach Australien bin ich motort - 3000 Meilen, ohne den Motor abzuschalten - unterwegs habe ich von Fischern den Diesel gekauft. Dazu brauch ich doch keine Segel, oder?"


Herzliche Grüße von Bord der Solarwave - Heike und Michael

Foto: Heike testet Robert´s Paddelboot - so eines bekommt sie zu Weihnachten - im Hintergrund Robert´s Catamaran, eine St.Francis 44 aus Südafrika.