Home Solarwave-Project Archiv Reisetagebuch 2011 Der "beam" ist fertig eingebaut
11
May
2011
Der "beam" ist fertig eingebaut Print E-mail
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Stefan - ein treuer Freund und der ehrenamtliche Presseattachee unseres
Projektes hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht allgemein
verständlich erklärt haben, was ein "beam" eigentlich ist.
Er hat recht - deshalb heute die Auflösung:
Der "beam" ist ein "Verbindungsträger". Ein Kat hat ja 2 Rümpfe, die mit
quer zur Fahrtrichtung liegenden "Trägern" miteinander verbunden werden
müssen - das erledigen bei einem Strandkat 2 Alustangen, bei größeren
Kats ist meist der vordere beam aus Alu (gleich wie ein Mast) und die
Funktion des achteren (hinteren) beams übernimmt meist eine kasten- oder
röhrenförmige Konstruktion aus GFK (GlasFaser-verstärktem Kunststoff).
Das heißt, die mittlere und achtere Sektion des Bootes ist so designt,
dass sie diese statische Funktion erfüllt.
Statische Funktion? Wenn z.B. das Backbord-Heck von einer Welle gehoben
wird, der Rest des Bootes aber noch gerade bleibt, treten sehr hohe
Kräfte auf. Der Auftrieb des Backbord-Hecks in einer Welle hebt dann
auch das Steuerbord-Heck in die Höhe - diese Kräfte auf beide Rümpfe zu
übertragen ist Aufgabe der beams. Bei einem Boot unserer Größe können da
in hohen Wellen schon etliche Tonnen an Last zusammenkommen.
Der Konstrukteur der Solarwave hat den achteren beam unter dem
Cockpitboden vorgesehen. Das hat den Vorteil, dass das Cockpit sehr
geräumig und nach hinten offen ist, jedoch auch einen Nachteil. Die
Bodenfreiheit - der Abstand von der Wasseroberfläche zur Unterseite des
Brückendecks - fällt dadurch geringer aus. Das Brückendeck ist jener
Teil des Bootes zwischen den Rümpfen, in dem sich Salon und Cockpit
befinden.

Also haben wir uns entschlossen, den bestehenden Beam, der in unserem
Boot eine kastenförmige Konstruktion am Heck unter der Cockpitplatte
ist, über die Cockpitplatte zu verlegen - sieht jetzt aus wie eine
Sitzbank. Und wird auch als solche genutzt.
Anbei zwei Fotos, vorher - nachher. Das sollte letzte Unklarheiten
ausräumen.


Bis zum nächsten Mal - herzliche Grüße, Heike und Michael


Foto 1:
der Teil über Heikes Kopf, auf dem die Werbeaufkleber von "Prebit, Alles
Folie, Glasgo, Lorber und Echotec" kleben wird weggeschnitten und
stattdessen der unter dem Boot liegende "beam" quer zwischen den Rümpfen
- einen halben Meter höher - eingebaut.
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Foto 2:
da ist er schon drin - sieht einfacher aus als es war - unter Aufsicht
eines Zertifizierungsbüros laminieren wir das Teil gemeinsam mit
Spezialisten an die Rümpfe. Hat gut geklappt.

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