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Stefan - ein treuer Freund und der ehrenamtliche Presseattachee unseres Projektes hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht allgemein verständlich erklärt haben, was ein "beam" eigentlich ist. Er hat recht - deshalb heute die Auflösung: Der "beam" ist ein "Verbindungsträger". Ein Kat hat ja 2 Rümpfe, die mit quer zur Fahrtrichtung liegenden "Trägern" miteinander verbunden werden müssen - das erledigen bei einem Strandkat 2 Alustangen, bei größeren Kats ist meist der vordere beam aus Alu (gleich wie ein Mast) und die Funktion des achteren (hinteren) beams übernimmt meist eine kasten- oder röhrenförmige Konstruktion aus GFK (GlasFaser-verstärktem Kunststoff). Das heißt, die mittlere und achtere Sektion des Bootes ist so designt, dass sie diese statische Funktion erfüllt. Statische Funktion? Wenn z.B. das Backbord-Heck von einer Welle gehoben wird, der Rest des Bootes aber noch gerade bleibt, treten sehr hohe Kräfte auf. Der Auftrieb des Backbord-Hecks in einer Welle hebt dann auch das Steuerbord-Heck in die Höhe - diese Kräfte auf beide Rümpfe zu übertragen ist Aufgabe der beams. Bei einem Boot unserer Größe können da in hohen Wellen schon etliche Tonnen an Last zusammenkommen. Der Konstrukteur der Solarwave hat den achteren beam unter dem Cockpitboden vorgesehen. Das hat den Vorteil, dass das Cockpit sehr geräumig und nach hinten offen ist, jedoch auch einen Nachteil. Die Bodenfreiheit - der Abstand von der Wasseroberfläche zur Unterseite des Brückendecks - fällt dadurch geringer aus. Das Brückendeck ist jener Teil des Bootes zwischen den Rümpfen, in dem sich Salon und Cockpit befinden.
Also haben wir uns entschlossen, den bestehenden Beam, der in unserem Boot eine kastenförmige Konstruktion am Heck unter der Cockpitplatte ist, über die Cockpitplatte zu verlegen - sieht jetzt aus wie eine Sitzbank. Und wird auch als solche genutzt. Anbei zwei Fotos, vorher - nachher. Das sollte letzte Unklarheiten ausräumen.
Bis zum nächsten Mal - herzliche Grüße, Heike und Michael
Foto 1: der Teil über Heikes Kopf, auf dem die Werbeaufkleber von "Prebit, Alles Folie, Glasgo, Lorber und Echotec" kleben wird weggeschnitten und stattdessen der unter dem Boot liegende "beam" quer zwischen den Rümpfen - einen halben Meter höher - eingebaut.

Foto 2: da ist er schon drin - sieht einfacher aus als es war - unter Aufsicht eines Zertifizierungsbüros laminieren wir das Teil gemeinsam mit Spezialisten an die Rümpfe. Hat gut geklappt.

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