In Griechenland gibt es nur in den wenigen bewirtschafteten Marinas einen Landstromanschluss. Die meisten Dörfer bieten hingegen zwar gratis Plätze, aber ohne Strom. Wie auf den Fotos ersichtlich - das ist Landstrom der anderen Sorte - nämlich Solarstrom! Schon seit einigen Wochen bieten wir bei jeder Gelegenheit unseren Stegnachbarn an, ihr Landstromkabel bei uns einzustecken - natürlich gratis, jedoch nicht ganz uneigennützig. Die meisten müssen nämlich abends noch mal ihren Diesel laufen lassen, um das Bier kalt zu halten, sobald der seinen Motor startet, bieten wir ihm freundlich, höflich und bescheidener Zurückhaltung unseren Strom an, damit er den Motor bzw. Generator auschalten kann. Wir ernten immer erst erstaunte Blicke - meinen die das ernst? - und dann ein hocherfreutes Lächeln, bei uns kann er nämlich die ganze Nacht sein Ladegerät und auch den Boiler laufen lassen. Neuerdings haben wir uns sogar einen neuen Kupplungsstecker gebastelt, um gleich mehreren Stegnachbarn mit verschiedenen Ladekabeln diese Möglichkeit zu bieten. Wir verlieren dabei nicht viel Energie, anstatt mit 95% starten wir mit 90% vollen Batterien in den Tag, um spätestens 9 sind sie jedenfalls voll. Wenn wir schon vorher auslaufen und den Strom für die Motoren benötigen, dann füllen sie sich erst im Laufe des Tages. Jedenfalls haben wir abends immer volle Batterien und einen vollen Wassertank. Egal wie weit wir gefahren sind. Kostenlos. Ein beruhigendes Gefühl.
Herzliche Grüße Heike und Michael
Fotos: * ein sehr freundlicher Italiener lädt seine Batterien * noch ein Italiener - fassungslos - warum habt ihr so viel Strom??? * Bertl, ein lieber Bekannter aus Österreich, bedankt sich mit einem Olivenbrot für den kostenlosen Solarstrom.
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