Home Solarwave-Projekt Archiv Reisetagebuch 2011 Landstromkabel
08
Aug
2011
Landstromkabel Drucken E-Mail
In Griechenland gibt es nur in den wenigen bewirtschafteten Marinas
einen Landstromanschluss. Die meisten Dörfer bieten hingegen zwar gratis
Plätze, aber ohne Strom. Wie auf den Fotos ersichtlich - das ist
Landstrom der anderen Sorte - nämlich Solarstrom! Schon seit einigen
Wochen bieten wir bei jeder Gelegenheit unseren Stegnachbarn an, ihr
Landstromkabel bei uns einzustecken - natürlich gratis, jedoch nicht
ganz uneigennützig. Die meisten müssen nämlich abends noch mal ihren
Diesel laufen lassen, um das Bier kalt zu halten, sobald der seinen
Motor startet, bieten wir ihm freundlich, höflich und bescheidener
Zurückhaltung unseren Strom an, damit er den Motor bzw. Generator
auschalten kann. Wir ernten immer erst erstaunte Blicke - meinen die das
ernst? - und dann ein hocherfreutes Lächeln, bei uns kann er nämlich die
ganze Nacht sein Ladegerät und auch den Boiler laufen lassen. Neuerdings
haben wir uns sogar einen neuen Kupplungsstecker gebastelt, um gleich
mehreren Stegnachbarn mit verschiedenen Ladekabeln diese Möglichkeit zu
bieten.
Wir verlieren dabei nicht viel Energie, anstatt mit 95% starten wir mit
90% vollen Batterien in den Tag, um spätestens 9 sind sie jedenfalls
voll. Wenn wir schon vorher auslaufen und den Strom für die Motoren
benötigen, dann füllen sie sich erst im Laufe des Tages. Jedenfalls
haben wir abends immer volle Batterien und einen vollen Wassertank. Egal
wie weit wir gefahren sind. Kostenlos. Ein beruhigendes Gefühl.

Herzliche Grüße Heike und Michael

Fotos:
* ein sehr freundlicher Italiener lädt seine Batterien
* noch ein Italiener - fassungslos - warum habt ihr so viel Strom???
* Bertl, ein lieber Bekannter aus Österreich, bedankt sich mit einem
Olivenbrot für den kostenlosen Solarstrom.