x ..... ist die Solarwave in diesem Jahr in Betrieb, dann wird sie in der Marina Cleopatra www.cleopatra-marina.gr an Land gehoben und die Crew fährt nach Österreich, um den neuen Solarwave- Vortrag vorzubereiten. In der Winterssaison wird das Team auf mehreren großen Messen zu sehen sein und in ihrem Vortrag News über das Projekt, Ergebnisse ihrer Entwicklungsarbeit und eine Vorschau auf das nächste Jahr bieten. Natürlich werden auch viele schöne Fotos aus Griechenland Platz finden und technische Details genannt werden.
Wie ein typisches Charterboot hat die Solarwave von Frühjahr bis Herbst 2011 beinahe fahrplanmäßig jede Woche ca. 120 bis 150 Seemeilen zurückgelegt, dabei waren zumeist 8 Personen – Gäste, Interessenten oder Journalisten und die Crew - an Bord, für die täglich 3 Mahlzeiten gekocht wurden – ausschließlich mit Solarstrom – der Generator wurde seit Wien im Mai 2010 (außer zu Wartungszwecken im Hafen liegend, mit vollen Batterien, unter Zeugen und nur für wenige Minuten) nicht mehr gestartet! Weil es nicht notwendig war. Ein herkömmliches Segelboot hätte in diesem Zeitraum und auf dieser Strecke nicht nur etliche Gasflaschen und tausende Plastik-Wasserflaschen, sondern auch mindestens 2.000 Liter Diesel verbraucht. Alleine mit diesem Geld könnte man schon einen Satz neue Batterien – der einzige Verschleißteil an Bord – kaufen, was aber gar nicht nötig ist. Sie sind ebenso stark wie am ersten Tag, weil sie kaum belastet werden, da die Solarwave zumeist mit dem Strom fährt, der gerade von den Paneelen produziert wird.
Dieses System ist absolut einzigartig, noch nie hat es eine Yacht gegeben, die in einem mehrmonatigen Testbetrieb - der einem harten, professionellen Chartereinsatz entspricht - im Zeitraum von Mai 2010 bis Oktober 2011 auf einer Strecke von über 4.000 Seemeilen keinen Tropfen Treibstoff - und auch kein Gas zum Kochen - verbraucht. Es sind keinerlei Wartungsarbeiten angefallen, alle Systeme arbeiten noch wie am ersten Tag. Das Einwintern wird heuer wie im Vorjahr nur wenige Stunden dauern, nicht wie auf einem Segelboot üblich mehrere Tage mit Abschlagen der Segel (und allfälligen Reparaturen) und vielfältigen Wartungsarbeiten an Rigg und Motoren.
Täglich bleiben Menschen vor dem Boot stehen und sagen Sätze wie: "das ist das Konzept der Zukunft", "in wenigen Jahren wird es viele Boote geben wie dieses", "I admire your idea", "gratulation to this great project". Gestern hatten wir Robert, einen Schweizer, der vor 30 Jahren nach Neuseeland ausgewandert ist, als Gast an Bord. Es hat mit über 60 Mitarbeitern in Neseeland so ziemlich alles an Fun-Sportarten angeboten - Helicopter-Skiing, Rifer-Rafting, High-Speed-Jetboot-Fahrten auf reißenden Flüssen uvm. Vor 10 Jahren hat er alles verkauft und fährt seitdem mit seinem 44 Fuss Katamaran um die Welt. Auch er war ganz begeistert vom Konzept der Solarwave - "schon oft hab ich mir gedacht, ich schneide den Mast einfach um, so viele Male hast du entweder gar keinen Wind oder er kommt aus der falschen Richtung, oder? Die Strecke von Indonesien nach Australien bin ich motort - 3000 Meilen, ohne den Motor abzuschalten - unterwegs habe ich von Fischern den Diesel gekauft. Dazu brauch ich doch keine Segel, oder?"
Herzliche Grüße von Bord der Solarwave - Heike und Michael
Foto: Heike testet Robert´s Paddelboot - so eines bekommt sie zu Weihnachten - im Hintergrund Robert´s Catamaran, eine St.Francis 44 aus Südafrika.
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