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06
Sep
2012
Newsletter August Print E-mail
Der August ist zu Ende, so auch die Urlaubssaison der Italiener. In wahren Horden überfallen sie jedes Jahr die nahegelegenen Urlaubsorte während der "Feriae Augusti - ferragosto - der Ferien des Kaiser Augustus". Die Yachteigner kennen diesen Umstand und verlassen scharenweise die Region und fahren entweder nach Hause wo es um diese Zeit auch schön ist oder verziehen sich in Richtung des Pellepones oder in die Ägäis. So weit fahren nur wenige Italiener. Mit ihren schnellen Motorbooten brauchen sie von Bari bis Korfu nur - je nach Motorisierung - 1 - 2 Stunden! Segler - meist flautenbedingt unter Motor - jedoch einen ganzen Tag. Heuer waren es durch die Krise weniger Boote, auch deutlich weniger Charteryachten.

Und aufgrund der wirklich hunderten Buchten im Jonischen Meer verteilen sich die Boote so gut, dass nur an den beliebtesten Orten ein wenig Gedränge entsteht, in den vielen vielen türkisen Buchten mit kristallklarem Wasser sind wir selbst in der Hochsaison oft die Einzigen.

Auch der Hochsommer neigt sich seinem Ende zu, es wird spürbar "kühler", am Abend kann man durchaus ein T-Shirt vertragen, auch eine sehr dünne Decke emmpfindet man in der Nacht als angenehm.

Was gibt es auf der Solarwave Neues?
Das Interesse am lautlosen und kostenlosen Antrieb der Solarwave wird immer größer, die Menschen realiseren, das es keine Eintagsfliege ist, sondern Kontinuität und Alltagstauglichkeit hier demonstriert wird.
Konkrete Anfragen und Bestellungen erreichen uns immer häufiger - das ist sehr erfreulich!
Deshalb denken wir auch wieder verstärkt über die Gründung einer AG und die Produktion von Serienbooten nach.

Wir werden auch in Kürze das "Projekt" Solarwave für beendet erklären und den "Testbetrieb" weitgehend einstellen, weil die Solarwave längst bewiesen hat, dass sie absolut autark zu fahren in der Lage ist, dass alle Komponenten in vorbildlicher Weise zusammenarbeiten und, dass dieses Konzept massentauglich ist.
Natürlich wird die Solarwave weiter fahren, Journalisten, Techniker und interessierte Menschen werden weiterhin wie bisher dieses Gefühl selbst an Bord der Solarwave erleben können.

Auch die Lithium-Batterien, die wir seit ein paar Monaten im Härtetest laufen haben, haben diesen längst bravourös bestanden. Wir haben es ihnen nicht leicht gemacht, sie wirklich gequält. Mit beiden Motoren auf nur einer Batterie, in 1 Stunde voll entladen, in 2 Stunden wieder voll geladen - und das ein paar mal täglich - mit einer Bleibatterie wäre das gar nie möglich gewesen, die kann man weder so schnell laden noch so schnell entladen. Die wäre am ersten Testtag schon verheizt gewesen.
Aber Lithium-Batterien halten das aus - verlustfrei - das ist einer der vielen Vorteile dieser neuen Technologie.

Fazit: sehr zufrieden mit dem Schiff, dem Wetter hier in Griechenland, der Freundlichkeit der Menschen und mit dem feedback, das wir jeden Tag hier erhalten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Solarwave - lassen Sie sich verzaubern von diesem Gefühl des lautlosen Dahingleitens, des Entschleunigens - im Bewußtsein, trotz tausender gefahrener Seemeilen keinen Tropfen Treibstoff verbraucht zu haben.


Mit sonnigen Grüßen aus Ithaka - Heike und Michael

Fotos: Heckansicht und Panorama der Insel Atokos

 
25
Aug
2012
Eierwerfen Print E-mail

"Stronzo!" hat er gekrächzt - mehr kam nach der durchzechten und durchfeierten Nacht nicht aus seinem Mund.

Die Vorgeschichte: Um 23 Uhr gingen wir in einer idyllischen Bucht schlafen. Zwei Flottilien ankerten hier, hatten Barbecue am Strand. Nach dem Essen am Strand sind die einzelnen Crews minutenlang kichernd mit ihren Schlauchbooten im Kreis um die ca. 50 vor Anker liegenden Boote gefahren, bis sie unter den vielen unbeleuchteten und einander stark ähnelnden Yachten ihr eigenes finden konnten. Danach wurde es ruhig. Wir gingen schlafen. Plötzlich fährt eine gröhlende Crew im Schlauchboot vom Strand kommend an uns vorbei, geht auf ihr Boot das neben uns liegt und schaltet die Musik an . Sehr laut, dann beginnt das Gegröhle zur Musik "bagnio, bagnio" - und alle springen ins Wasser, es wird getanz, gequietsch und gesungen. "Nobody will sleep tonight" wird mehrfach skandiert. So geht es weiter bis in die frühen Morgenstunden, vereinzelte Rufe nach "Silenzio" stachenl sie nur noch mehr auf........

06.00 - der Wecker auf der Solarwave läutet - die halbe Nacht hatten wir Zeit nachzudenken, wie wir das den rücksichtslosen Italienern heimzahlen ...... Dinghy abschneiden und treiben lassen oder ihnen unter Wasser den Schäkel, der den Anker mit der Kette verbindet, herausschrauben - das wären zwar fast adäquate Retourkutschen gewesen, aber vielleicht doch zu heftig. Wir wollten ja nichts beschädigen.
Sie mit Vuvuzela (Tröte) und lautem Klopfen auf den Rumpf aufwecken wäre adäquat - aber das hätte andere Ankerlieger auch aus dem Schlaf gerissen. Also auch keine Lösung.


Eier für die Gesangeskünstler! Das war die Idee! Faule waren gerade nicht zu haben, also nahmen wir frische.

Anker auf, langsam sind wir an ihnen vorbei getrieben, drei von ihnen schliefen an Deck. Patsch- das erste Ei landete nur wenige Zentimeter neben einem Trunkenbold am Deck - das Ei spritze ihm ins Gesicht. So genau kann man nicht zielen, das war Zufall. Wir bedankten uns höflich für die Musik-, Tanz- und Gesangsdarbietungen der vergangenen Nacht, patsch, schon flog das zweite Ei mitten ins Cockpit. Von unter Deck kam einer heraufgestürzt, sah das Schlamassel - patsch - schon flog das dritte Ei! "Stronzo! - Stronzo!" (Anm: Scheiße) rief er aus. Henning wollte ihm den Wunsch erfüllten und kramte schon im Mülleimer nach einer gut gefüllten Windel seines Sohnes. Leider, keine da! Patsch - das vierte Ei direkt im Cockpit neben dem Sangeskünstler, der noch immer mit versoffen heiserer Stimme "Stronzo! - Stronzo!" krächzte. Wir haben ein Foto gemacht, leider kein Video, darüber ärgern wir uns
sehr.

Die Kerle mussten vermutlich 5 Minuten die Reste der vier Eier wegputzen, wir - so wie alle anderen Ankerlieger - konnten ein paar Stunden lang nicht schlafen. Da sind sie mit 4 Eiern eigentlich ganz gut weggekommen, verdient hätten sie mehr.
Also eine echte win-win-Situation - die hatten ihren Spaß in der Nacht - und wir am Morgen.

Bei der Durchfahrt durch den Lefkas-Kanal kamen heute von den Passanten so viele Begeisterungsbekundungen wie noch nie. Etliche mit Kameras, Daumen nach oben, "bravo" und "I have seen you - great boat" - Rufe, ein schönes Kompliment für uns. Ein Kapitän eines Ausflugsschiffes in Lefkas hat die Solarwave fotografiert und sich im Detail über die Technik und deren Preis erkundigt - er hätte gerne ein Angebot für ein Boot für 50 Personen. Ein Italiener mit einer 65 Fuss Ferretti-Motoryacht (kostet so ca. 2-3 Mio) hat mich an Bord geholt für ein Detailgespräch - er möchte seinen Spritschlucker (500 Liter pro Stunde!!!) verkaufen und interessiert sich für ein Solarboot. Allmählich sehen die Menschen hier eine Kontinuität, die Solarwave fährt, egal bei welchem Wetter, auch in
der Nacht - sie beginnen nachzudenken, ob das nicht auch für sie interessant wäre.

Herzliche Grüße aus dem tropisch warmen Griechenland - Heike und Michael

Foto: Einer (liegend in rosa) wischt sich gerade das Ei aus dem Gesicht, der Herr in orange schreit "Stronzo".

 
23
Aug
2012
Kapazität der Lithium-Batterien Print E-mail

Wir haben heute eine verschärfte "Nachfahrt" gemacht - erstmalig mit abgeschaltenen Bleibatterien - das GESAMTE Bordnetz inklusive beider Motoren wurde nur von EINER Lithiumbatterie mit 200AH / 10,5 kWh versorgt. Der Kritiker denkt sich -"na, wie soll das gehen, 10,5 kWh für ein 14m-Kat - einmal Gas geben und die Batterie ist leer...." Dem war nicht so.

Am Abend hatten wir einen Fehlbetrag von ca. 20 Ah auf der Anzeige, weil wir auf der Fahrt zum Hafen in der Abenddämmerung mehr verbraucht haben als die Paneele laden konnten. Während der Nacht (Abendessen kochen, Boiler, Kühlschränke ....) haben wir ca. 80 Ah verbraucht. Um 6 Uhr morgens sind wir mit ca. 100 Ah Restkapazität  in der LiPo-Batterie gestartet. Die Solarpaneele waren abgeschaltet, um eine genauere Messung zu ermöglichen. Die Batterie wurde über 4 Stunden lang mit ca. 25 A (für den Antrieb der Motoren belastet, dazu kommen ca. 15 Ah für das Frühstück und 20 Ah für den sonstigen Verbrauch (Kühlung, Boiler ...)
Insgesamt haben wir der Batterie also am Vormittag 135 Ah entnommen, nur 100 waren laut Anzeige in der Batterie.

Lösung: Batteriehersteller müssen die Kapazität bei einer kontinuierlichen Entladung über 5 Stunden (C/5) angeben - wir haben sie weit langsamer entladen - damit ist auch die Kapazität deutlich höher. Ich werde nun nachfragen, was die Batterie für Werte C/10 und C/20 hat und dann unsere Anzeigen dementsprechend umstellen. - Beide von uns verwendeten Batteriemonitore warnten per Summton und zeigten bereits um 8 Uhr eine rein rechnerisch völlig leere Batterie an - die Voltanzeige sagte uns was anderes. Bei einer Last von ca. 2 kW fiel die Batterie nicht unter 48 Volt - das heißt, bis zu der Spannung von 44 Volt, bei der die Batterie abschaltet, hätten wir noch ein paar kWh entnehmen können!
Wir sind restlos begeistert!
Ich schätze den Wert C/20 auf über 250 Ah, die man zur Gänze entnehmen kann. Und das Beste dabei - nach nur gut 2 Stunden war die Batterie bei einer konstanten Ladung von ca. 100 A wieder proppevoll, die Laderegler haben sich abgeschaltet - nun produzieren alle Paneele am Dach der Solarwave insgesamt 14 Ampere - für Inverter, Kühlschränke, Tiefkühler, Klimaanlage .... was derzeit in Betrieb ist. Die Batterien sind voll.

Ich bin täglich mehr überzeugt von den Vorteilen dieser Technologie - wie schon mehrfach erwähnt - die Platzersparnis von ca. 50%, die Gewichtsersparnis von ca. 80 - 90% und die Hochlastfähigkeit und Zyklenfestigkeit sind allein schon reichlich Argumente für diese Batterie -und die Ladeeigenschaften sind für mich der überzeugendste Vorteil der LiPos von ESTechnologies.nl

Um die selbe Energiemenge bei gleicher zur Verfügung stehender Ladeleistung in eine Bleibatterie zu packen, hätten wir nicht 2 Stunden, sondern mindestens 6-7 Stunden benötigt - weil LiPo die Energie förmlich aufsaugt und Blei viele Stunden benötigt für die letzten 20%.

Am Foto sieht man den Sticker von EST links im Bild und rechts an der Wasserlinie am Steuerbordheck, um wie viel höher die Solarwave nun dank der Lithium-Batterie im Wasser liegt. Wir werden bald auch die noch verbliebende Bleibatterie durch ein Lithium-Paket ersetzen, dann werden wir nochmal um ca. 8 cm höher liegen am Heck - und dann sollten wir die Wasserlinie nach unten versetzen - was bei Booten höchst selten vorkommt - normalerweise wandert sie im Laufe der Jahre mit der stetigen Zuladung an Material immer höher- die Solarwave wird aber leichter und schneller.


Sonnig Grüße aus dem traumhafen Griechenland - Heike und Michael

PS: Hening ist gerade von seinem Mittagsschläfchen aus der Kabine gekommen. Er frägt:"warum ist es denn hier so kühl?" - "Die Klimaanlage läuft"  -  "Die Salontüre und das Schiebefenster sind offen und trotzdem ist es im Salon kühler als draußen"!
Heute haben die Solarpaneele wieder ca. 30 kWh produziert, die wir nicht verbrauchen konnten .... trotz Klimaanlage

 
22
Aug
2012
best boat here Print E-mail

Das Taxi fährt unsere Gäste vom Flughafen zum Boot. Einer der Gäste
zeigt dem Fahrer den von uns übermittelten Stadtplan, auf dem der Hafen
eingezeichnet ist und mit einem Pfeil der Standort der Solarwave in der
Marina Preveza markiert ist.
Als sie in die Marina einfahren zeigt der Gast auf die Solarwave und
deutet ihm davor stehen zu bleiben. Der Taxifahrer ruft aus: "Ah -
Solarwave - best boat here!

Das ist natürlich wieder Balsam für unsere Seele!
Auch vorgestern in Vathi auf Meganisi gingen Männer am Boot vorbei,
einer rief zu uns rauf - "I know your boat, I saw it in several
magazines" - und hob dabei den Daumen nach oben.
Vorige Woche in Fiskardo, ein Motorboot lag neben uns, der Eigner frage
mich zu den technischen Daten aus, schenkte uns noch eine Flasche
griechischen Wein - und schüttelte nur den Kopf über sein eigenes Boot -
den ganzen Nachmittag musste der Generator laufen - den Wassermacher
kann er während der Fahrt nicht betrieben - wo er reichlich Strom hätte,
weil er bei der Geschwindigkeit icht Salzwasser blasenfrei ansaugen
kann, und im Hafen muss er dann dafür und für die Kühlschränke den
Generator laufen lassen - bis am nächsten Tag - dir ganze Nacht durch.
Er konnte kaum glauben, dass wir mehr Kühlschränke haben wie er, auch
einen Wassermacher der auch gerade gelaufen ist und am Nachmittag die
gleiche Strecke gefahren sind wie er - nur ein bisserl langsamer - ohne
Treibstoff - und ohne Generatorbrumme während der ganzen Nacht.
Zum Glück habe er seinen Auspuff auf der anderen Seite, sagte er zu uns.
Die anderen Nachbarn wären von dem Gestank und Lärm zwar auch nicht
begeistert, sagt er, aber die "have a stinky boat too - they have to
accept it" - seine steuerbordseitigen Nachbarn waren Segler - die auch
den Motor laufen lassen mussten, weil sie kaltes Bier haben wollten .......

Henning, ein Freund von uns der derzeit mit seiner Familie an Bord ist,
grübelt seit Tagen darüber nach, wie er seinen Seglerfreunden klar
machen kann, dass es ein Boot gibt, wo man rund um die Uhr warmes Wasser
aus 5 Elektroboilern hat, wo man sein I-Pad rund um die Uhr laden kann
und wo es kaltes Bier bis zum Abwinken gibt. 1°C - kaltes Bier! Und
Eiswürfel aus der Würfelmaschine. Und mit dem man sich am Ende des Törns
nicht bei der Tankstelle anstellen muss. Das glauben die NIE!


Sonnige Grüße, Heike und Michael

 

Fotos: Fisch aus dem Backrohr /Grill und die Pommes aus der Frittöse, Sonnenaufgang über Atakos, Solarwetter mitten im Jonischen Meer und ein Motoryachteigner - der begeistert den Daumen hoch hält.

 
19
Aug
2012
Austausch - Lithium an Stelle von Blei Print E-mail
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17.8.2012: ein großer Tag – wir haben die Bleibatterien auf der Steuerbordseite ausgebaut und vertrauen nun auf dieser Seite ausschließlich auf die Lithium-Polymer-Batterien von ESTechnologies.nl.  Das Boot ist um fast 900 kg leichter und schwimmt rechts um ca. 8 cm höher am Heck, Sogar auf den Backbord-Rumpf hat es sich ausgewirkt – auch er liegt wenige Zentimeter höher! Wir sind begeistert. Und die Solarwave fährt auch ein wenig schneller und leichter. Genaue Messungen folgen.

 

Auch an unserer Ladetechnik haben wir etwas verbessern können. Wie bereits beschrieben, kämpfen wir seit Monaten mit der systemimmanenten Eigenschaft, dass die LiPos sogar mit C/1 geladen werden können – von leer auf voll in 1 Stunde! Die Blei-Traktionsbatterien hingegen mit ca. C/5, das heißt, 20% ihrer Kapazität pro Stunde für die ersten 80% - die letzten 20 % benötigen mindestens 4 Stunden. Ist eine physikalische Eigenschaft, die für alle Bleibatterien in gleichem Maße gilt – und der wir uns beugen müssen. Regelmäßig war der Tag zu kurz.

 

Beispiel: Wir starten um 6 Uhr morgens – fahren mit 2 x 2 kW = 2 x 40 Ampere die wir zu gleichen Teilen aus den beiden ungleichen Batterien entnehmen.

Ab 8 Uhr beginnen die Paneele minimal zu laden, ab 10 Uhr bekommen wir ungefähr gleich viel Produktion aus den Paneelen, wie wir mit den Motoren verbrauchen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir inklusive Abendessen am Vorabend, Nachtverbrauch für Kühlung, Warmwasser, Frühstück kochen, Wassermachen uvm. bei beiden Batterien einen Stand von Minus 150 Amperestunden. Wenn wir dann an unserem Zielhafen angekommen sind und beide Batterien mit gleicher Stromstärke – jeweils ca. 50 Ampere - laden, dann beginnt die Bleibatterie nach ca. einer Stunde, die Ladung zu verringern – auf 30, 25, 20 Ampere. Nach 2 Stunden lädt sie mit 20A, nach 4 Stunden – um 16 Uhr – fehlen immer noch 70 Amperestunden, nach 6 Stunden fehlen noch 40 Ah und die Ladung beträgt nur noch 5 Ampere! Die Paneele könnten noch immer 2 x 30 Ampere (es ist 17 Uhr) produzieren, aber die Bleibatterie will nur 5 Ampere. Insgesamt müssen wir in die Bleibatterie für die entnommenen 150 Amperestunden ca. 200 Ah einladen – das sind ca. 30% mehr! Das Schlimmste daran ist aber, dass die von den Solarpaneelen produzierte Energie abgeregelt und nicht in die Batterie geladen wird. An einem schönen Sommertag schaffen wir es knapp bis zum Abend, die Batterie wieder voll zu bekommen.

 

Wir helfen uns damit, dass wir am Nachmittag, wenn die Batterie ohnehin die von den Paneelen produzierte Energie nicht in vollem Umfang einlagern kann, Verbraucher zuschalten. Wassermacher, Beiboot-Motor und SeaDoo laden, Wäsche waschen, vorkochen für das Abendessen. Ist zwar aufwändig, aber so geht wenigstens nicht allzuviel verloren.

 

 

Ganz anders die Lithium-Polymerbatterie. Um 3 Uhr Nachmittags, nach 3 Stunden - 3 x 50 Ampere = 150 Ah - ist die LiPo voll und schaltet ab. Fertig.

 

Weil das immer wieder unbefriedigend war, zuzusehen, wie extrem unterschiedlich die beiden Batteriearten sich laden lassen, und die Bleibatterie dabei kaum voll wird, haben wir eine neue Methode entwickelt. Wir laden zuerst mit beiden Solarreglern nur die Bleibatterie bis sie den Ladestrom zu begrenzen beginnt und dann mit nur einem Regler die Blei und mit dem anderen die LiPo . so werden beide schneller voll.

 

Wir freuen uns schon auf den Tag, wenn wir nur noch LiPos an Bord haben - wenngleich wir unseren sehr verlässlichen Enersys-Bleibatterien nachtrauern werden, weil sie uns über 8.000 Meilen weit sehr gute Dienste geleistet haben.

 

Sonnige Grüße, Heike und Michael

 

Fotos: 24 Stück a´  38 kg werden ausgebaut, durchs Boot getragen, ins Auto verladen und in die Lagerhalle von www.Antares-Boatrepair.com gebracht. Die Batterien sind nun günstig zu verkaufen.
Die neue Wasserlinie der Solarwave - und wir werden noch deutlich höher werden!

 
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