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Welcome to SolarWave.at
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Gewitter und Skipper im Krankenhaus |
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x Wie in weiten Teilen Europas – nur mit ein paar Tagen Verspätung - hat die Unwetterfront auch in Griechenland gewütet. Draußen recht heftiger Wind – ca. 7 Bft (50 + kmh), hier in einer Bucht auf Meganisi beinahe Windstille, nur wenige Böen schaffen es bis in die geschützte Bucht. In der Nacht war der Himmel stundenlang taghell, tausende Blitze ringsum. In einem Segelboot neben uns hat ein vermutlich kleiner Blitz oder eine Teilentladung eingeschlagen, wir sahen einen Funkenregen vom Masttop auf das Deck niederprasseln, wie ein Feuerwerk!
Leider haben die Segler am Morgen danach - auch wieder während eines Gewitters - die Bucht verlassen, ich hätte sie sehr gerne gefragt, ob etwas beschädigt wurde und was sie so gemerkt haben.
Zwei Nächte hinter einander regnete es sehr stark, der Himmel scheint die Trockenheit der letzten 5 Monate wieder ausgleichen zu wollen. Am Mittwoch stahlblauer Himmel, nur einige bös-schwarze Wolkentürme ziehen noch durch. Aber es ist wieder warm und das Wasser hat noch 29°C!
Seit nunmehr 5 Wochen laboriert der Skipper der Solarwave an einer Schleimbeutelentzündung am rechten Ellebogen. Zweimal wurde er im Krankenhaus von „jungen Ärzten“ untersucht. Erfolglos. Wir wollen das nicht näher erörtern. In der Zwischenzeit erinnerte der Ellebogen an eine Clownnase, kräftig geschwollen und rot, mehrere Therapieversuche mit verschiedenen Medikamenten haben nicht angeschlagen. Ein Besuch in der Privatordination eines Orthopäden brachte zumindest mal eine Diagnose, Röntgen und Bluttest die Gewissheit. Nun stopft er sich mit 2 verschiedenen Antibiotika, entzündungshemmenden Tabletten und Magenschutz den selbigen voll. Aber es wirkt. Auf dem Nachbar-Katamaran urlaubt derzeit ein Chirurg aus Wien, der schnell mal eine Operation an Bord der Solarwave durchgeführt hat. Der Ellebogen wurde punktiert. Kurzum, Operation geglückt, der Patient lebt und ist wohlauf. Anbei das Foto ….
Herzliche Grüße von Bord der Solarwave, Heike und Michael
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nur noch 2 Wochen |
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x ..... ist die Solarwave in diesem Jahr in Betrieb, dann wird sie in der Marina Cleopatra www.cleopatra-marina.gr an Land gehoben und die Crew fährt nach Österreich, um den neuen Solarwave- Vortrag vorzubereiten. In der Winterssaison wird das Team auf mehreren großen Messen zu sehen sein und in ihrem Vortrag News über das Projekt, Ergebnisse ihrer Entwicklungsarbeit und eine Vorschau auf das nächste Jahr bieten. Natürlich werden auch viele schöne Fotos aus Griechenland Platz finden und technische Details genannt werden.
Wie ein typisches Charterboot hat die Solarwave von Frühjahr bis Herbst 2011 beinahe fahrplanmäßig jede Woche ca. 120 bis 150 Seemeilen zurückgelegt, dabei waren zumeist 8 Personen – Gäste, Interessenten oder Journalisten und die Crew - an Bord, für die täglich 3 Mahlzeiten gekocht wurden – ausschließlich mit Solarstrom – der Generator wurde seit Wien im Mai 2010 (außer zu Wartungszwecken im Hafen liegend, mit vollen Batterien, unter Zeugen und nur für wenige Minuten) nicht mehr gestartet! Weil es nicht notwendig war. Ein herkömmliches Segelboot hätte in diesem Zeitraum und auf dieser Strecke nicht nur etliche Gasflaschen und tausende Plastik-Wasserflaschen, sondern auch mindestens 2.000 Liter Diesel verbraucht. Alleine mit diesem Geld könnte man schon einen Satz neue Batterien – der einzige Verschleißteil an Bord – kaufen, was aber gar nicht nötig ist. Sie sind ebenso stark wie am ersten Tag, weil sie kaum belastet werden, da die Solarwave zumeist mit dem Strom fährt, der gerade von den Paneelen produziert wird.
Dieses System ist absolut einzigartig, noch nie hat es eine Yacht gegeben, die in einem mehrmonatigen Testbetrieb - der einem harten, professionellen Chartereinsatz entspricht - im Zeitraum von Mai 2010 bis Oktober 2011 auf einer Strecke von über 4.000 Seemeilen keinen Tropfen Treibstoff - und auch kein Gas zum Kochen - verbraucht. Es sind keinerlei Wartungsarbeiten angefallen, alle Systeme arbeiten noch wie am ersten Tag. Das Einwintern wird heuer wie im Vorjahr nur wenige Stunden dauern, nicht wie auf einem Segelboot üblich mehrere Tage mit Abschlagen der Segel (und allfälligen Reparaturen) und vielfältigen Wartungsarbeiten an Rigg und Motoren.
Täglich bleiben Menschen vor dem Boot stehen und sagen Sätze wie: "das ist das Konzept der Zukunft", "in wenigen Jahren wird es viele Boote geben wie dieses", "I admire your idea", "gratulation to this great project". Gestern hatten wir Robert, einen Schweizer, der vor 30 Jahren nach Neuseeland ausgewandert ist, als Gast an Bord. Es hat mit über 60 Mitarbeitern in Neseeland so ziemlich alles an Fun-Sportarten angeboten - Helicopter-Skiing, Rifer-Rafting, High-Speed-Jetboot-Fahrten auf reißenden Flüssen uvm. Vor 10 Jahren hat er alles verkauft und fährt seitdem mit seinem 44 Fuss Katamaran um die Welt. Auch er war ganz begeistert vom Konzept der Solarwave - "schon oft hab ich mir gedacht, ich schneide den Mast einfach um, so viele Male hast du entweder gar keinen Wind oder er kommt aus der falschen Richtung, oder? Die Strecke von Indonesien nach Australien bin ich motort - 3000 Meilen, ohne den Motor abzuschalten - unterwegs habe ich von Fischern den Diesel gekauft. Dazu brauch ich doch keine Segel, oder?"
Herzliche Grüße von Bord der Solarwave - Heike und Michael
Foto: Heike testet Robert´s Paddelboot - so eines bekommt sie zu Weihnachten - im Hintergrund Robert´s Catamaran, eine St.Francis 44 aus Südafrika.
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Paxos |
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Der erste freie Tag ! |
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x In dieser Woche haben wir keine Gäste - deshalb werden wir die Zeit nutzen, Arbeiten am Boot zu erledigen, die bisher nicht gemacht werden konnten. Während der Woche machen wir ja - neben Schiffsführung und Reiseleitung, Reinigungsarbeiten, Catering, der Bekochung und Bewirtung der Gäste - nur Arbeiten, die das Urlaubsfeeling nicht stören.
Am Samstag haben wir die Überwachungskamera aus dem Cockpit nach vor an den Bug verlegt, so hat der Skipper OHNE toten Winkel einen wesentlich besseren Überblick über das Seegebiet und den Schiffsverkehr vor ihm. Zusätzlich kann er am Monitor auch durch den neuen erhöhten Blickwinkel das Ankermanöver besser einsehen. Und während man vorgibt auf den Schiffsverkehr am Monitor zu achten, kann man die Badenixen am Vordeck betrachten! ;-) Für den Umbau musste natürlich nicht nur die Kamera als solches neu montiert werden, sondern wieder Mal auch die Salondecke demontiert werden, weil darin die Kabel verlaufen .... die Eingeweihten unter euch wissen, was das heißt. Viele dutzende Schrauben in bequemer "über-Kopf-Stellung". Schließlich hat es geklappt - hier das Ergebnis - ein Foto aus der neuen Mobotix-180° Weitwinkel-Überwachungskamera am vorderen Ende der Paneelfläche und eines aus der bereits bisher am Heck über den Solarpaneelen montierten Mobotix-Kamera.
So nebenbei haben wir noch einen Fahrregler getauscht, offenbar durch Einwirkung der salzhältigen Luft, ließ sich der "Gashebel" für den Steuerbord-Motor im Drehzahlbereich zwischen 530 und 700 Umdrehungen nicht mehr feinfühlig justieren, sondern hat ein Eigenleben entwickelt und selbstständig Gas gegeben - wie ein Lautstärkeregler, der nicht mehr regelmäßig lauter und leiser macht. das Teil ist natürlich gut verbaut und gelötet, war aber schlußendlich kein Problem. Jetzt läuft er wieder ganz gleichmäßig.
Am Sonntag haben wir unverhofft doch Gäste - unser deutsch-sprachiger Tierarzt Dimitrios Karamanidis in Preveza www.vet-center-preveza.gr - kommt mit seiner Familie an Bord um auch mal das geräuschlose Sonnensegeln zu erleben. Nur für´s Foto eröffnet er kurz seine Ordination am Vordeck der Solarwave.
Bis bald, herzliche Grüße, Heike und Michael
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Happy Birthday Skipper! |
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x Der Skipper der Solarwave hat Geburtstag - das bedeutet, er tut einen Tag lang nichts - noch weniger als sonst. :-) Sekt zum Frühstück, tagsüber faulenzen und versuchen, den Oktapus aus seiner Höhle zu locken, Nachmittags smalltalk mit den benachbarten Yachties und wieder Sekt trinken, Abendessen und Zigarre rauchen - ach könnte man nicht öfter Geburtstag haben, so ca. ein Mal pro Monat?
Wir haben aber auch sonst viel zu lachen - immer wieder hochinteressante Ankermanöver bei denen man noch sehr viel Neues lernen kann - wenn bei 6 m Ankertiefe einer die Kette seines Nachbarn hochzieht - mühelos, dann kann auch dessen Anker nicht sehr gut im Grund gesessen haben. Und wenn er dann noch mit Nachbars Kette am eigenen Parkhaken hängend eine Hafenrunde dreht und sie dann - unfassbar aber wahr - ca 30m vom ursprünglichen "Fundort" entfernt quer über mindestens 3 andere Ketten spannt und fallen lässt, dann ist der Vormittag gerettet. Alle nehmen Platz zum Hafenkino, die Getränke werden serviert, das Vorprogramm ist schon gelaufen, jetzt kommt der Hauptfilm. Der nun lose gekommene Segler, dessen Kette quer über den anderen liegt, läßt sich nicht beirren, fährt raus und da sich der Anker - no-na - nicht einholen läßt, hängt er Sekunden später quer in der Buggeschirren der Nachbarn. Zum Glück ist es windstill! Nach einigem Zögern und ungefähr fünf vergeblichen Versuchen läßt er sich überzeugen, dass es besser ist, das Heck weg von den anderen Booten zu drehen und den Anker dort raus zu fischen, wo er liegt. Der geneigte Leser ahnt es schon - seine Variante war es, quer zu den Ketten seiner Nachbarn seinen Anker über die anderen Ketten drüber zu ziehen - was gleich 2 weitere Anker zu Tage förderte. Das Dominospiel ging weiter. Der Verursacher des Schlamassels hatte natürlich schon längst die Stätte des Grauens verlassen und sein Heil in der Flucht gesucht - nicht ohne ein paar höfliche aber doch kernige Beschimpfungen mit auf den Weg zu bekommen. Neue Geschichte: Ein anderer hat seinen Anker ebenso dumm über die Kette seines Nachbarn geworfen, dass er beim Aufholen dessen Kette mit nahm. Zweiterer war aber derart frei von Erfahrung und Sachkunde, dass er dabei zusah, wie ersterer den Anker samt Kette unmittelbar neben dessen Bug wieder ins Wasser warf, was natürlich den Halt nicht gerade verbesserte. Erschwerend war hierbei, es blies kräftig von querab. Auch hier ahnt es der geneigte Leser - das Schiff trieb binnen Sekunden auf die Felsen (siehe Foto) - dabei war es mit 2 Heckleinen vertäut, es wäre ein Einfaches gewesen, mit Standgas vorwärts und entsprechend eingestelltem Ruder das Boot stressfrei auf der Stelle zu halten. Den Anker hätte man dann z.B. per Beiboot ausbringen können - was ich für sehr ambitioniert gehalten hätte. Besser wäre es gewesen, ihn einfach einzuholen, nachdem man den Verursacher der Aufregung unter lautem Abrufen von unflätigen Worten in die Flucht geschlagen hat - ein geordnetes Ablegemanöver zu fahren, neu zu ankern, und mit neu gesetztem Anker an der selben Stelle an den noch still wartenden Leinen wieder fest zu machen. Stattdessen - aber sehen sie selbst - ist er minutenlang hilflos auf den Felsen gelegen, 2 Schlauchboote haben ihn versucht runter zu ziehen, was ihnen schließlich gelang. Einer der Helfer hat dann zu uns rüber gerufen - I´ve seen a lot in my life, yesterday two guys even fighted next to my boat because one only dropped the anchor but did not want to fix his boat to the land, he just leaned his boat to his neighbours boat by saying: "your boat is fixed properly, so it is enough for both of us", locked his boat and tried to go away with his dinghy - then the neighbour started to fight .... so you see, I´ve seen a lot, but this was best of all! Never seen such a stupidity!"
So unterhaltsam kann das Leben in den Häfen und Ankerbuchten sein! - Und so ist es unter Scherzen und Lachen wieder Abend geworden!
Und damit ihr auch noch was zum Lachen habt, ein Foto von meiner Geburtstagstorte - wir haben es trotz vereinter Kräfte nicht geschafft, alle Kerzen zu illuminieren, sonst wäre zuerst die Torte und dann das Boot abgebrannt.
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