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Paxos |
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Der erste freie Tag ! |
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In dieser Woche haben wir keine Gäste - deshalb werden wir die Zeit nutzen, Arbeiten am Boot zu erledigen, die bisher nicht gemacht werden konnten. Während der Woche machen wir ja - neben Schiffsführung und Reiseleitung, Reinigungsarbeiten, Catering, der Bekochung und Bewirtung der Gäste - nur Arbeiten, die das Urlaubsfeeling nicht stören.
Am Samstag haben wir die Überwachungskamera aus dem Cockpit nach vor an den Bug verlegt, so hat der Skipper OHNE toten Winkel einen wesentlich besseren Überblick über das Seegebiet und den Schiffsverkehr vor ihm. Zusätzlich kann er am Monitor auch durch den neuen erhöhten Blickwinkel das Ankermanöver besser einsehen. Und während man vorgibt auf den Schiffsverkehr am Monitor zu achten, kann man die Badenixen am Vordeck betrachten! ;-) Für den Umbau musste natürlich nicht nur die Kamera als solches neu montiert werden, sondern wieder Mal auch die Salondecke demontiert werden, weil darin die Kabel verlaufen .... die Eingeweihten unter euch wissen, was das heißt. Viele dutzende Schrauben in bequemer "über-Kopf-Stellung". Schließlich hat es geklappt - hier das Ergebnis - ein Foto aus der neuen Mobotix-180° Weitwinkel-Überwachungskamera am vorderen Ende der Paneelfläche und eines aus der bereits bisher am Heck über den Solarpaneelen montierten Mobotix-Kamera.
So nebenbei haben wir noch einen Fahrregler getauscht, offenbar durch Einwirkung der salzhältigen Luft, ließ sich der "Gashebel" für den Steuerbord-Motor im Drehzahlbereich zwischen 530 und 700 Umdrehungen nicht mehr feinfühlig justieren, sondern hat ein Eigenleben entwickelt und selbstständig Gas gegeben - wie ein Lautstärkeregler, der nicht mehr regelmäßig lauter und leiser macht. das Teil ist natürlich gut verbaut und gelötet, war aber schlußendlich kein Problem. Jetzt läuft er wieder ganz gleichmäßig.
Am Sonntag haben wir unverhofft doch Gäste - unser deutsch-sprachiger Tierarzt Dimitrios Karamanidis in Preveza www.vet-center-preveza.gr - kommt mit seiner Familie an Bord um auch mal das geräuschlose Sonnensegeln zu erleben. Nur für´s Foto eröffnet er kurz seine Ordination am Vordeck der Solarwave.
Bis bald, herzliche Grüße, Heike und Michael
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Happy Birthday Skipper! |
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Der Skipper der Solarwave hat Geburtstag - das bedeutet, er tut einen Tag lang nichts - noch weniger als sonst. :-) Sekt zum Frühstück, tagsüber faulenzen und versuchen, den Oktapus aus seiner Höhle zu locken, Nachmittags smalltalk mit den benachbarten Yachties und wieder Sekt trinken, Abendessen und Zigarre rauchen - ach könnte man nicht öfter Geburtstag haben, so ca. ein Mal pro Monat?
Wir haben aber auch sonst viel zu lachen - immer wieder hochinteressante Ankermanöver bei denen man noch sehr viel Neues lernen kann - wenn bei 6 m Ankertiefe einer die Kette seines Nachbarn hochzieht - mühelos, dann kann auch dessen Anker nicht sehr gut im Grund gesessen haben. Und wenn er dann noch mit Nachbars Kette am eigenen Parkhaken hängend eine Hafenrunde dreht und sie dann - unfassbar aber wahr - ca 30m vom ursprünglichen "Fundort" entfernt quer über mindestens 3 andere Ketten spannt und fallen lässt, dann ist der Vormittag gerettet. Alle nehmen Platz zum Hafenkino, die Getränke werden serviert, das Vorprogramm ist schon gelaufen, jetzt kommt der Hauptfilm. Der nun lose gekommene Segler, dessen Kette quer über den anderen liegt, läßt sich nicht beirren, fährt raus und da sich der Anker - no-na - nicht einholen läßt, hängt er Sekunden später quer in der Buggeschirren der Nachbarn. Zum Glück ist es windstill! Nach einigem Zögern und ungefähr fünf vergeblichen Versuchen läßt er sich überzeugen, dass es besser ist, das Heck weg von den anderen Booten zu drehen und den Anker dort raus zu fischen, wo er liegt. Der geneigte Leser ahnt es schon - seine Variante war es, quer zu den Ketten seiner Nachbarn seinen Anker über die anderen Ketten drüber zu ziehen - was gleich 2 weitere Anker zu Tage förderte. Das Dominospiel ging weiter. Der Verursacher des Schlamassels hatte natürlich schon längst die Stätte des Grauens verlassen und sein Heil in der Flucht gesucht - nicht ohne ein paar höfliche aber doch kernige Beschimpfungen mit auf den Weg zu bekommen. Neue Geschichte: Ein anderer hat seinen Anker ebenso dumm über die Kette seines Nachbarn geworfen, dass er beim Aufholen dessen Kette mit nahm. Zweiterer war aber derart frei von Erfahrung und Sachkunde, dass er dabei zusah, wie ersterer den Anker samt Kette unmittelbar neben dessen Bug wieder ins Wasser warf, was natürlich den Halt nicht gerade verbesserte. Erschwerend war hierbei, es blies kräftig von querab. Auch hier ahnt es der geneigte Leser - das Schiff trieb binnen Sekunden auf die Felsen (siehe Foto) - dabei war es mit 2 Heckleinen vertäut, es wäre ein Einfaches gewesen, mit Standgas vorwärts und entsprechend eingestelltem Ruder das Boot stressfrei auf der Stelle zu halten. Den Anker hätte man dann z.B. per Beiboot ausbringen können - was ich für sehr ambitioniert gehalten hätte. Besser wäre es gewesen, ihn einfach einzuholen, nachdem man den Verursacher der Aufregung unter lautem Abrufen von unflätigen Worten in die Flucht geschlagen hat - ein geordnetes Ablegemanöver zu fahren, neu zu ankern, und mit neu gesetztem Anker an der selben Stelle an den noch still wartenden Leinen wieder fest zu machen. Stattdessen - aber sehen sie selbst - ist er minutenlang hilflos auf den Felsen gelegen, 2 Schlauchboote haben ihn versucht runter zu ziehen, was ihnen schließlich gelang. Einer der Helfer hat dann zu uns rüber gerufen - I´ve seen a lot in my life, yesterday two guys even fighted next to my boat because one only dropped the anchor but did not want to fix his boat to the land, he just leaned his boat to his neighbours boat by saying: "your boat is fixed properly, so it is enough for both of us", locked his boat and tried to go away with his dinghy - then the neighbour started to fight .... so you see, I´ve seen a lot, but this was best of all! Never seen such a stupidity!"
So unterhaltsam kann das Leben in den Häfen und Ankerbuchten sein! - Und so ist es unter Scherzen und Lachen wieder Abend geworden!
Und damit ihr auch noch was zum Lachen habt, ein Foto von meiner Geburtstagstorte - wir haben es trotz vereinter Kräfte nicht geschafft, alle Kerzen zu illuminieren, sonst wäre zuerst die Torte und dann das Boot abgebrannt.
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