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SolarWave - Solarkatamaran
14
Sep
2011
Paxos Drucken E-Mail

Wir sind schon wieder in den Norden gefahren, weil es hier so schön ist!
Diesmal haben wir unsere Nachbarn aus Klagenfurt getroffen, die im Sommer hier
wohnen - das Gästehaus ist zu vermieten, in traumhafter Lage mit
sensationellem Blick aufs Meer mit eigenem Pool (Anfragen leiten wir
gerne weiter). Mit an Bord Alexander Nitica (ganz links im Bild), der Initiator des ersten alltagstauglichen Solarautos, das von der Uni Bochum gebaut wurde und demnächst zur ersten autarken solaren Weltumrundung startet - Infos folgen.
So haben wir dann eine Inselrundfahrt um Paxos unternommen - vorbei an
tiefen Höhlen, der Villa von Fiat-Boss Agnielli, steilen Felsabbrüchen
und sind dann in einer Bucht mit hellblauem Wasser vor Anker gegangen.
Die Fotos sprechen - denk ich - für sich selbst ....

Herzliche Grüße von Bord der Solarwave - Heike und Michael

 
04
Sep
2011
Der erste freie Tag ! Drucken E-Mail
In dieser Woche haben wir keine Gäste - deshalb werden wir die Zeit nutzen, Arbeiten am Boot zu erledigen, die bisher nicht gemacht werden konnten. Während der Woche machen wir ja - neben Schiffsführung und Reiseleitung, Reinigungsarbeiten, Catering, der Bekochung und Bewirtung der Gäste - nur Arbeiten, die das Urlaubsfeeling nicht stören.

Am Samstag haben wir die Überwachungskamera aus dem Cockpit nach vor an den Bug verlegt, so hat der Skipper OHNE toten Winkel einen wesentlich besseren Überblick über das Seegebiet und den Schiffsverkehr vor ihm. Zusätzlich kann er am Monitor auch durch den neuen erhöhten Blickwinkel das Ankermanöver besser einsehen. Und während man vorgibt auf den Schiffsverkehr am Monitor zu achten, kann man die Badenixen am Vordeck betrachten! ;-)
Für den Umbau musste natürlich nicht nur die Kamera als solches neu montiert werden, sondern wieder Mal auch die Salondecke demontiert werden, weil darin die Kabel verlaufen .... die Eingeweihten unter euch wissen, was das heißt. Viele dutzende Schrauben in bequemer "über-Kopf-Stellung".
Schließlich hat es geklappt - hier das Ergebnis - ein Foto aus der neuen Mobotix-180° Weitwinkel-Überwachungskamera am vorderen Ende der Paneelfläche und eines aus der bereits bisher am Heck über den Solarpaneelen montierten Mobotix-Kamera.

So nebenbei haben wir noch einen Fahrregler getauscht, offenbar durch Einwirkung der salzhältigen Luft, ließ sich der "Gashebel" für den Steuerbord-Motor im Drehzahlbereich zwischen 530 und 700 Umdrehungen nicht mehr feinfühlig justieren, sondern hat ein Eigenleben entwickelt und selbstständig Gas gegeben - wie ein Lautstärkeregler, der nicht mehr regelmäßig lauter und leiser macht. das Teil ist natürlich gut verbaut und gelötet, war aber schlußendlich kein Problem. Jetzt läuft er wieder ganz gleichmäßig.

Am Sonntag haben wir unverhofft doch Gäste - unser deutsch-sprachiger Tierarzt Dimitrios Karamanidis in Preveza www.vet-center-preveza.gr - kommt mit seiner Familie an Bord um auch mal das geräuschlose Sonnensegeln zu erleben. Nur für´s Foto eröffnet er kurz seine Ordination am Vordeck der Solarwave.

Bis bald, herzliche Grüße, Heike und Michael

  
 
02
Sep
2011
Happy Birthday Skipper! Drucken E-Mail
Der Skipper der Solarwave hat Geburtstag - das bedeutet, er tut einen
Tag lang nichts - noch weniger als sonst. :-)
Sekt zum Frühstück, tagsüber faulenzen und versuchen, den Oktapus aus
seiner Höhle zu locken, Nachmittags smalltalk mit den benachbarten
Yachties und wieder Sekt trinken, Abendessen und Zigarre rauchen - ach
könnte man nicht öfter Geburtstag haben, so ca. ein Mal pro Monat?

Wir haben aber auch sonst viel zu lachen - immer wieder hochinteressante
Ankermanöver bei denen man noch sehr viel Neues lernen kann - wenn bei 6
m Ankertiefe einer die Kette seines Nachbarn hochzieht - mühelos, dann
kann auch dessen Anker nicht sehr gut im Grund gesessen haben. Und wenn
er dann noch mit Nachbars Kette am eigenen Parkhaken hängend eine
Hafenrunde dreht und sie dann - unfassbar aber wahr - ca 30m vom
ursprünglichen "Fundort" entfernt quer über mindestens 3 andere Ketten
spannt und fallen lässt, dann ist der Vormittag gerettet. Alle nehmen
Platz zum Hafenkino, die Getränke werden serviert, das Vorprogramm ist
schon gelaufen, jetzt kommt der Hauptfilm. Der nun lose gekommene
Segler, dessen Kette quer über den anderen liegt, läßt sich nicht
beirren, fährt raus und da sich der Anker - no-na - nicht einholen läßt,
hängt er Sekunden später quer in der Buggeschirren der Nachbarn. Zum
Glück ist es windstill! Nach einigem Zögern und ungefähr fünf
vergeblichen Versuchen läßt er sich überzeugen, dass es besser ist, das
Heck weg von den anderen Booten zu drehen und den Anker dort raus zu
fischen, wo er liegt. Der geneigte Leser ahnt es schon - seine Variante
war es, quer zu den Ketten seiner Nachbarn seinen Anker über die anderen
Ketten drüber zu ziehen - was gleich 2 weitere Anker zu Tage förderte.
Das Dominospiel ging weiter. Der Verursacher des Schlamassels hatte
natürlich schon längst die Stätte des Grauens verlassen und sein Heil in
der Flucht gesucht - nicht ohne ein paar höfliche aber doch kernige
Beschimpfungen mit auf den Weg zu bekommen.
Neue Geschichte:
Ein anderer hat seinen Anker ebenso dumm über die Kette seines Nachbarn
geworfen, dass er beim Aufholen dessen Kette mit nahm. Zweiterer war
aber derart frei von Erfahrung und Sachkunde, dass er dabei zusah, wie
ersterer den Anker samt Kette unmittelbar neben dessen Bug wieder ins
Wasser warf, was natürlich den Halt nicht gerade verbesserte.
Erschwerend war hierbei, es blies kräftig von querab. Auch hier ahnt es
der geneigte Leser - das Schiff trieb binnen Sekunden auf die Felsen (siehe Foto) -
dabei war es mit 2 Heckleinen vertäut, es wäre ein Einfaches gewesen,
mit Standgas vorwärts und entsprechend eingestelltem Ruder das Boot
stressfrei auf der Stelle zu halten. Den Anker hätte man dann z.B.
per Beiboot ausbringen können - was ich für sehr ambitioniert gehalten
hätte. Besser wäre es gewesen, ihn einfach einzuholen, nachdem man den
Verursacher der Aufregung unter lautem Abrufen von unflätigen Worten in
die Flucht geschlagen hat - ein geordnetes Ablegemanöver zu fahren, neu
zu ankern, und mit neu gesetztem Anker an der selben Stelle an den noch
still wartenden Leinen wieder fest zu machen. Stattdessen - aber sehen
sie selbst - ist er minutenlang hilflos auf den Felsen gelegen, 2
Schlauchboote haben ihn versucht runter zu ziehen, was ihnen schließlich
gelang. Einer der Helfer hat dann zu uns rüber gerufen - I´ve seen a lot
in my life, yesterday two guys even fighted next to my boat because one
only dropped the anchor but did not want to fix his boat to the land, he
just leaned his boat to his neighbours boat by saying: "your boat is
fixed properly, so it is enough for both of us", locked his boat and
tried to go away with his dinghy - then the neighbour started to fight .... so
you see, I´ve seen a lot, but this was best of all! Never seen such a
stupidity!"

So unterhaltsam kann das Leben in den Häfen und Ankerbuchten sein! - Und
so ist es unter Scherzen und Lachen wieder Abend geworden!

Und damit ihr auch noch was zum Lachen habt, ein Foto von meiner
Geburtstagstorte - wir haben es trotz vereinter Kräfte nicht geschafft,
alle Kerzen zu illuminieren, sonst wäre zuerst die Torte und dann das
Boot abgebrannt.


 
28
Aug
2011
Atokos - Insel des Zyklopen Drucken E-Mail

Und wieder geht eine schöne Woche mit unseren Gästen zu Ende - die
Solarwave ist auch kindertauglich, 3 junge Damen haben das geprüft und
sind der Meinung, dass es "cool" ist.
Wir sind wieder im Süden unterwegs, in Österreich neigt sich der Sommer
dem Ende zu, hier hat es noch weit über 30°, es ist unvermindert schön
und das Jonische Meer gefällt uns jeden Tag besser. Anbei wieder neue
aktuelle Fotos - von Atokos der Insel des Zyklopen ....

Bis bald, liebe Grüße, Heike und Michael