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SolarWave - Solarkatamaran
12
Aug
2011
Paradies Drucken E-Mail
- ohneWorte -
schaffe ich es leider nicht, aber in aller Kürze:
Paradies, wir ankern auf 10m Tiefe, glasklares Wasser, hellblau bis
türkis, paradiesischer Strand, trotz zweiter Augustwoche mit tausenden
Italienern und sonstigen Urlaubern, haben wir den Strand fast für uns
alleine. Gigantisch, mir fehlen die Worte. Wir haben lange darüber
diskutiert, Salt Whistle Bay auf Mayreau, Cayo Herradura in Venezuela,
The Bath in den British Virgin Islands - keiner dieser Traumstrände kann
diesem hier das Wasser reichen.
Wozu in die Ferne schweifen, Griechenland liegt so nah!

Herzliche Grüße aus dem Paradies - Heike und Michael

PS: Keines der Fotos ist nachbearbeitet - alle Farben sind original!!!
- Nur wer mit der Solarwave mitfährt, erfährt wo diese Traumbuchten zu
finden sind!

 
08
Aug
2011
Landstromkabel Drucken E-Mail
In Griechenland gibt es nur in den wenigen bewirtschafteten Marinas
einen Landstromanschluss. Die meisten Dörfer bieten hingegen zwar gratis
Plätze, aber ohne Strom. Wie auf den Fotos ersichtlich - das ist
Landstrom der anderen Sorte - nämlich Solarstrom! Schon seit einigen
Wochen bieten wir bei jeder Gelegenheit unseren Stegnachbarn an, ihr
Landstromkabel bei uns einzustecken - natürlich gratis, jedoch nicht
ganz uneigennützig. Die meisten müssen nämlich abends noch mal ihren
Diesel laufen lassen, um das Bier kalt zu halten, sobald der seinen
Motor startet, bieten wir ihm freundlich, höflich und bescheidener
Zurückhaltung unseren Strom an, damit er den Motor bzw. Generator
auschalten kann. Wir ernten immer erst erstaunte Blicke - meinen die das
ernst? - und dann ein hocherfreutes Lächeln, bei uns kann er nämlich die
ganze Nacht sein Ladegerät und auch den Boiler laufen lassen. Neuerdings
haben wir uns sogar einen neuen Kupplungsstecker gebastelt, um gleich
mehreren Stegnachbarn mit verschiedenen Ladekabeln diese Möglichkeit zu
bieten.
Wir verlieren dabei nicht viel Energie, anstatt mit 95% starten wir mit
90% vollen Batterien in den Tag, um spätestens 9 sind sie jedenfalls
voll. Wenn wir schon vorher auslaufen und den Strom für die Motoren
benötigen, dann füllen sie sich erst im Laufe des Tages. Jedenfalls
haben wir abends immer volle Batterien und einen vollen Wassertank. Egal
wie weit wir gefahren sind. Kostenlos. Ein beruhigendes Gefühl.

Herzliche Grüße Heike und Michael

Fotos:
* ein sehr freundlicher Italiener lädt seine Batterien
* noch ein Italiener - fassungslos - warum habt ihr so viel Strom???
* Bertl, ein lieber Bekannter aus Österreich, bedankt sich mit einem
Olivenbrot für den kostenlosen Solarstrom.

 
06
Aug
2011
sorry for the smoke - und Planung Saison 2012 Drucken E-Mail
Nur einen Tag nach dem Erlebnis mit Isaac bekamen wir wieder Besuch -
mehrfach -
* zuerst ein kleines Motorboot, dem wir wie schon oft die
Solarwave-Prospekte per Enterhaken übergaben, siehe Foto,
* dann ein Lagoon-Katamaran, dessen Chartergäste längsseits kamen, um
sich über das Projekt zu informieren. Die Damen konnten sich gar nicht
vorstellen, dass man Süsswasser aus Salzwasser gewinnen kann, und, dass
man das dann auch noch trinken kann - siehe Foto.
Im Wegfahren rief der Skipper uns zu - "sorry for the smoke" - er hat
sich aber sehr bemüht möglichst geräusch- und geruchlos die idyllische
Bucht zu verlassen.
In jedem Hafen sind es zig Interessenten, die uns detailierte Fragen
stellen und Prospekte mitnehmen.

* George, Besitzer des größten und besten Restaurants und zugleich der
gute Geist vom Hafen in Kalamos sortiert jeden Nachmittag unentgeldlich
die Boote so, dass möglichst viele einen Platz finden. er ruft uns zu
"Captain! Come, I want to tell you something!" Ich befürchtete etwas
falsch gemacht zu haben. "I am parking boats here since many years, it
was more than 100.000 boats I have parked in these years, but yours is
the best boat I have ever seen. Believe me, I tell you this from my
heart, the best boat I have ever seen!"

Kann man ein schöneres Kompliment bekommen?
Anbei ein Foto, wie romantisch direkt am Ufer man in George´s Restaurant
zu Abend essen kann - und sogar sehr preisgünstig! Mousaka 6,90,
Calamari frittiert 9,50, Bier 2,00 ......

Zwei Tage später in Nidri:
* Stelios, der Kapitän des großen Ausflugsbootes "Christina": I do not
know you, but I like you, I like your boat, I like your electric bike, I
like your technology!
* ein amerikanischer Tourist: I build Satellites all my life, but I´m
retired now, I´m from United States. We used about the same amount of
solarpanels for the autonomy of our satellites. I really appreciate what
you are doing - good luck!
* der Direktor des griechischen Online-portales "all4yachting.com"
meinte, dass der Trend der Segelyacht-Charterkunden zum Segel-Katamaran
geht und die Motoryacht-Charterkunden weniger auf hohe Geschwindigkeit
sondern auf mehr Bequemlichkeit und Luxus Wert legen, wie sie nur ein
Katamaran bieten kann - die Entwicklung also Eindeutig in Richtung eines
luxuriösen lautlosen Katamaranes geht. Er hält die Solarwave für eine
sehr positive Neuentwicklung und glaubt, dass Yachten wie sie in den
nächsten Jahren in hohen Stückzahlen verkauft werden.
* an diesem Wochenende ist ein doppelseitiger Artikel in der
Wochenendbeilage der großen nationalen Zeitung "kathimerini" über die
Solarwave erschienen - siehe Foto


Wie geht es im nächsten Jahr weiter?
In den vergangenen Wochen hatten wir viele äußerst positive Erlebnisse -
Komplimente für das Solarwave-Projekt, Interessenten und potentielle
Käufer von Solarschiffen. Mitten am Atlantik oder Pazifik hätte das
Projekt sicherlich nicht so viel Zuspruch und Anerkennung bekommen wie
hier in Griechenland, einem Land, in dem die Sonne täglich scheint und
in der Menschen wohnen und Urlaub machen, die auch über das notwendige
Kapital verfügen, eine Solaranlage oder ein autarkes Boot zu erwerben.
Das hat uns bewogen, unseren Zeitplan neu zu überdenken und die
Weltumrundung zeitlich zu strecken, um noch ein weiteres Jahr im
Jonischen Meer zu bleiben.
Wir haben bereits die meisten unserer Kooperationspartner kontaktiert
und mit ihnen darüber gesprochen, durchwegs positives Echo, weil deren
Kunden natürlich auch eher hier in Europa zu finden sind und nicht auf
einer kleinen karibischen oder pazifischen Insel.
Deshalb bleiben wir vorerst hier, setzten die Promotionsfahrt natürlich
fort und Gäste haben auch weiterhin die Möglichkeit, das lautlose
Dahingleiten kennenzulernen.

Herzliche Grüße, Heike und Michael

PS: bereits über 3.500 Seemeilen ohne einen Tropfen Diesel und ohne Gas!

 
04
Aug
2011
Isaac Drucken E-Mail

Thank you Isaac - you saved my day!
Wir sind heute bei traumhaften Solarbootbedingungen um das Südkap von
Kastos gebogen, da stand sie vor uns, die 176 Fuß (54 Meter) lange
Nirvana. Ein traumhaft schöner Segler, ein Nirokorb am Großmast fährt
den Gast elektrisch zur Aussichtsplattform in ca. 50 Meter Höhe, das
gigantische Heck öffnet sich und gibt die watertoys und eine Treppe
frei, die jedem Ballsaal zur Ehre gereicht hätte. Imposant, wunderschön
und elegant, 7 Mann Crew haben wir in Uniform an Deck gesehen, der Rest
der geschätzt ca. 15 Mann starken Mannschaft war unter Deck am Arbeiten.
Berauscht von diesem Anblick sind wir näher gefahren um dann in
entsprechendem Respektsabstand abzudrehen auf unserem Weg in die
schönste Bucht des Jonischen Meeres. Kaum dort angelangt, der
Jambo-Anker war eingegraben und die Landleinen ausgebracht, näherte sich
ein Beiboot. Kein normales, nein, ein aus mindestens 8 Zylindern satt
vor sich hinblubberndes, mit roten Designersitzen auf Maß gefertigtes
"Schlauchboot" (vermutlich teurer als die Solarwave) mit der Aufschrift
"Auxiliar Nirvana uno" - also das erste einer Reihe von Beibooten der
Yacht "Nirvana". Jener Yacht, die wir gerade bewundert hatten.
Isaac, der Eigner dieser zig-Millionen-Yacht, hatte sich, nachdem er uns
gesehen hatte, kurzerhand ins Beiboot geschwungen um uns nachzufahren
und ein paar Fragen über die Solarwave zu stellen. Von dem längeren
Plausch sind ein paar seiner Sätze hängen geblieben: "you are on the
right way" - "people like you can change the world".

Solche Worte, von einem Mann mit diesem Horizont, tun gut.


Bis bald, Heike und Michael