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Leinen und Festmacher von Gleistein Print E-mail
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Testbericht Gleistein Festmacher

 

Auf allen unseren vorigen Booten (2 Katamarane und 2 große Einrümpfer) hatten wir aus echter Überzeugung die Festmacher immer schon von Gleistein - Geolon aus Polypropylen. Diese Leine zeichnet sich nicht nur durch sehr angenehme Haptik und Griffigkeit aus, ist dehnbar und scheuerfest, sondern sie ist auch schwimmfähig. Wenn man eine Landleine schwimmend oder auch mit dem Dinghy ausbringen muss, merkt man gleich den Unterschied!

Seit nunmehr 9 Monaten benutzen wir  auch auf der Solarwave Leinen von Gleistein - 67 Schleusen, ca. 200 Hafenmanöver, verschiedene Liegeplätze - unter anderem wochenlang in voller Strömung an Hochwasser führenden Rhein und Donau sowie bei viel Wind am Schwarzen Meer haben ausreichend Gelegenheit geboten, die Qualität zu beurteilen.

Wir verwenden Geo Square Polyamide als Festmacher, Geolon Polypropylen für den Treibanker, als lange Landleine, als Rettungsleine und als Dinghyleine, Bavaria als Relingsdurchzug und für das Trampolin, und Geo Twist fertig konfektionierte Fenderleinen.

Leinen aus Polypropylen schwimmen, solche aus Polyester und Polyamid schwimmen nicht. Im Prinzip sind alle drei Materialien in allen Konstruktionen (verschiedene Flechtarten oder geschlagen) verfügbar. Hochfeste reckfreie Fasern, wie sie für Fallen und Schoten verwendet werden, stellt Gleistein natürlich auch her, die finden aber auf der Solarwave als  "Motorboot" keine Verwendung.

Detailierte Infos finden Sie auf www.gleistein.com

 

Festmacher:

Die GeoSquare geflochtenen Leinen sind aufgrund ihrer Flechtart sehr geschmeidig, bilden keine Kinken, verdrehen sich nicht. Sie liegen sehr angenehm und griffig in der Hand, haben ein ausgezeichnetes Dehnverhalten, was sie als Festmacher besonders prädestinieren. Durch die lockere Flechtung kann es vorkommen, dass sich mitunter Fäden aufziehen die sich aber wieder in die Leine „zurückfädeln" lassen.

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Ein enormer Vorteil - vor allem bei längeren Leinen und größeren Durchmessern - sie sind sehr klein staubar, fallen von selbst in kleinste Buchten. Wo man andere steife Leinen in großen Buchten in einem ebensolchen Stauraum hineinhängen oder legen muss, lassen sich diese Festmacher gut aufgeschossen und gesichert in den kleinsten Stauraum zwängen, verwickeln sich nicht und sind sofort wieder einsatzbereit.

Auf dem Foto oben sieht man deutich den Unterschied - die schwarzen square-geflochtenen Leinen fallen ganz weich, die roten und weißen - herkömmliches geflochtenes Tauwerk - ist ein wenig störrischer.

 

Auf Wunsch werden Schlaufen in die Enden der Leinen professionell eingespleist und mit einem Gurtmaterial überzogen, das garantiert höchste und professionelle Abriebfestigkeit auch auf bösartigen Pollern, die sonst eine Leine in kürzester Zeit beschädigen oder zerstören würden. Die beschädigte Stelle immer wieder abzuschneiden ist nicht nur aufwändig, sonder verkürzt naturgemäß die Leine und ist daher auf Dauer recht teuer. Solche Schlaufen sind in der Großschifffahrt längst Standard - und auch für kleinere Yachten eine absolut sinnvolle Lösung. Weiterer Vorteil - mit einem Palstek besitzt eine Leine nur noch ca. 50% der Bruchlast die sie ohne Knoten hätte, mit einer eingespleisten Schlaufe sind es jedoch noch 80%!

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Enorm wichtig - vor allem in Häfen mit Schwell - sind Festmacher mit einem guten Dehnungsverhalten. Diese Leinen haben 16-18% Dehnung bei 25% der Bruchkraft - ein schier unglaublicher Wert! Selbst unter mittlerem Zug wird eine 10m Leine bereits ca. 12m lang! Wo man sonst ein mehr oder weniger unsanftes Einrucken gewohnt war, wenn sich die Leinen spannen, wird das Boot mit diesen Festmachern sanft abgebremst. Mit solchen „Gummileinen" spart man sich nicht nur teure Ruckdämpfer, sie schonen auch enorm Nerven und verhindern wirkungsvoll Beschädigungen an den Klampen. Solche Belastzungen wie sie auftreten wenn das Boot „mit Schwung" einruckt, können hier nie auftreten - das bedeutet, die Spitzenlast an der Leine und auch an der Klampe ist weit geringer als mit einer weitgehend reckfreien Leine.

 


Tipp für den Skipper:

Außerordentlich sinnvoll sind solche Leinen auch als Ankerleine (mit Kettenvorlauf) oder als ruckmindernde Leine, damit man die Last von der Ankerwinch bekommt.

Wenn der Anker ausgebracht wurde und sicher im Grund verankert ist, wird mit einem Kettenschäkel (Kettenfanghaken oder Teufelskralle) die Leine in die Kette eingehängt und das andere Ende der Leine  an einer Klampe belegt. Danach wird die Kette so weit gefiert, dass der gesamte Zug auf der Leine und nicht mehr auf der Kette ist. Die Kette sollte gut durchhängen, damit sie auch dann nicht unter Last kommt, wenn sich die Leine dehnt. Diese Leine sollte unbedingt mindestens 5m - besser 10 m lang sein, damit sie wirksam Lastspitzen abfängt. Einrucken in die Kette gehört damit der Vergangenheit an und Schwojen vor Anker lässt sich so wirksam  unterdrücken! Auf einem Kat verwendet man jedenfalls eine Hahnepot (2 Leinen von der Kette zu je einem Bug)  - aber auch auf Einrümpfern ist das bei manchen Schiffen sinnvoll (gegen das Schwojen).

 

 

Bavaria 6mm:

Wir verwenden sie als Relingsdurchzug und Spannleine für das Trampolin. Angenehmes Dehnungsverhalten und eine gute Abriebfestigkeit zeichnen diese preisgünstige Leine aus. Wo andere Leinen in der Vergangenheit teilweise schon nach wenigen Tagen durchscheuerten, sieht man bei dieser Leine nicht die geringsten Abnutzungsspuren. Top-Qualität!

 

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Fenderleinen: Geo Twist - Geo-Prop 10mm

Natürlich kann man sich solche Leinen selber aus alten Schoten machen - aber das geschlagene Tauwerk in der richtigen Stärke ist griffig, hält ausgezeichnet an der Reling und hat einen Augspleis - damit sieht der Fender ordentlich und schön aus. Zudem schont der Reck der Leine auch in diesem Fall das Material.

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