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Zum Verkleben der Wandverkleidungen und Stoffe benötigten wir einen Kleber. Ein dicker Dispersionskleber ist dafür nicht immer geeignet, Sprühkleber sind da oft einfacher und schöner zu verarbeiten.
Wir haben den Sprühkleber der Firma WEICON in 2 Ausführungen getestet. Ausführung „extra stark" (gelb) und „stark" (transparent).Die Festigkeit war bei beiden Ausführungen für unsere Zwecke ausreichend. Der Unterschied: Beim „extra stark" sieht man gleich, wo man schon gesprüht hat, beim „stark" sieht man es nur bei genauem Hinsehen. „Extra stark" empfiehlt sich jedoch nicht für weiße dünne Stoffe - da würde er durchscheinen - dafür gibt es dann die andere Ausführung. Eine feine Sache.
Er ist ein Kontaktkleber, das heißt, nach dem Anpressen ist ein Verschieben nicht mehr möglich, auch ein nachträgliches Abziehen und noch einmal Andrücken ist nur bei robusten Materialien möglich und verbessert sicher nicht die Klebung.
INFO: Ein Sprühkleber ist im Regelfall einfacher und sauberer zu verarbeiten als ein Kleber, der mit Pinsel oder Spachtel aufgetragen wird. Er dringt auch nicht so tief ein. Die Haftung ist dennoch ausgezeichnet. Nur Vorteile - kein Nachteil.
Die Fenster und Luken haben wir mit dem dauerelastisch aushärtenden Kleber WEICON Flex 310 M verklebt und abgedichtet.
Wir haben ihn in transparenter (Type 310 M Kristall) und grauer Ausführung (Typ 310 M Classic) angewendet. Wie schon oben beschrieben, wo allfällige Kleberreste stören könnten, ist transparent sicher die bessere Wahl. Obwohl wir den Kleber bei grenzwertig niedrigen Temperaturen verarbeitet haben, sind alle Fenster dicht. Trotz großer Temperaturschwankungen und Belastungen.
Uns ist in der Anwendungsbeschreibung aufgefallen, dass beide Kleber auch auf „feuchtem Untergrund" haften sollen.. Sehr ungewöhnlich. Von den Produkten anderer Hersteller wissen wir, dass Feuchtigkeit ein absolutes „No-Go" ist. Also waren wir skeptisch. War auch kein Thema bis zu jenem Tag im April 2010, an dem wir auf eine Buhne aufgefahren sind und durch einen Bruch der Skeghalterung einen massiven Wassereinbruch hatten.
Binnen weniger Minuten waren ca. 500 Liter Wasser ins Boot gedrungen. Mit einer großen Pumpe gelang es uns, das Wasser wieder nach draußen zu befördern. Auf unserem Boot gibt es mehrere wasserdichte Abteilungen. Die hintere Sektion in der der Wassereinbruch war, ist noch einmal unterteilt - aber nicht wasserdicht. Es stoßen 2 Platten lose aufeinander, dazwischen konnte das Wasser ins nächste Abteil durchrinnen. Das galt es zu verhindern.
Während die Pumpe lief, habe ich bis zu den Knien im Wasser stehend den Versuch gestartet - nicht wirklich in im Glauben, dass es funktionieren könnte - diese ca. 1,5 m lange Fuge abzudichten. Mit Kleberkartusche und Druckpistole bewaffnet, habe ich großzügig den Kleber auf dem Stoß der 2 Platten verteilt und danach mit dem Finger verschmiert. Was ich zuerst nicht fassen konnte - der Kleber haftete am nassen GFK (Epoxy-Laminat) und dem Schaum! Ich hatte erwartet, dass die Kleberwürste im Wasser schwimmen würden und außer an meinen Beinen und Händen nirgends haften würden.
Hocherfreut setzte ich die Arbeit fort, bis alles dicht war. Als alles trocken und der Schaden repariert war, versuchte ich, den in der Hektik des Augenblicks nur sehr schlampig aufgetragenen Kleber wieder teilweise zu entfernen - no way! Der haftet auch heute noch unentfernbar - und dennoch dauerelastisch. Sagenhaft. Habe noch nie zuvor so eine Haltekraft gesehen - als bisher überzeugter Sika-Anwender hat mich die Verarbeitbarkeit unter Wasser absolut begeistert!
Auf dem Foto sieht man im Vordergrund die Spritze mit der Weikon-Kartusche - der Stauraum in dem ich hocke, war fast bis zur Kante mit Wasser gefüllt, nun sind nur noch kleine Reste im Raum dahinter, wo der eigentliche Schaden aufgetreten war. Der Schlauch der Pumpe führt beim Fenster hinaus.

Doch zurück zum eigentlichen Leck: Nachdem das Wasser abgepumpt und der Schaden sichtbar war konnte ich das Leck bei der Skeg-Halterung mit dem komplett aushärtenden WEICON Repair-Stick Aqua (für nasse, feuchte Oberflächen und auch für Unterwasser-Anwendungen geeignet) verschließen.
Der Schaden war aufgrund der abgeschotteten Bauweise der Solarwave zwar nicht Existenz bedrohend, hätte aber einen Teil des elektrischen Systems lahmlegen können, noch mehr Wasser ins Boot bringen und damit noch mehr Arbeit verursachen können.
FAZIT:
Mit diesen fortschrittlichen Produkten war es ein Kinderspiel, die Lecks abzudichten. Wir haben sofort Ersatz nachgekauft - die Produkte sind nicht billig, aber ohne die WEICON Kleber wäre es noch wesentlich teurer geworden.
Finger weg von billigen Silikon-Dichtmassen, die funktionieren gar nicht -WEICON-Kleber, der Serie Flex 310 M, die auch unter Wasser bzw. auf feuchtem Untergrund halten, kosten ca. 16 €. Selbst wenn die Produkte noch deutlich mehr kosten würden, ich würde sie trotzdem kaufen. Sie sind es wirklich wert!
Hier lesen Sie, wie sich der Unfall im Detail abgespielt hat:
http://www.solarwave.at/latest-news/solarwave-auf-grund-gelaufen-2742010.html
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