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Just plug it in, so steht es in allen Beschreibungen - plug an play ..... aber seit unseren Erlebnissen mit weit überteuerten Wlan-Antennen auf den Kanaren und in der Karibik wissen wir, dass es so einfach nicht ist.
Wir wollten an Bord der Solarwave wie bei allen anderen technischen Dingen zwei redundante Systeme haben. Bei Ausfall des einen, sollten wir nicht völlig von der Außenwelt abgeschnitten sein, sondern es sollte immer eine Ersatzverbindung geben.
Bei der Firma BATLINK (http://www.batlink.de) wurde uns ein passendes System für unsere Bedürfnisse angeboten.
Das Set bestand aus: 1x 18dBi Richtantenne 1x 12dBi Rundstrahlantenne 1x High-Power Accesspoint 1x 3G UMTS / WLAN-Router 1x 41dBm High-Power Aktiv-USB-Antenne
Funktionsweisen:
1. Variante: mit der 12dBi Rundstrahlantenne und dem High-Power-Accesspoint, gekoppelt an den 3G-Router mit dem das WLAN-Signal auf der gesamten Solarwave zur Verfügung steht, können wir in 1-3km Entfernung die WLAN-Hafen-Hot-Spots nutzen.
2. Variante: sollte die WLAN-Verbindung zu schwach sein, um eine stabile Funkverbindung aufzubauen weil der Hafen-WLAN-Sender zu weit entfernt ist, können wir mit der 18dBi Richtantenne das WLAN-Signal gezielt in eine Richtung verstärkt senden / empfangen und Verbindungen bis 6km herstellen. Der Nachteil bei Richtfunksystemen auf Booten die vo Anker leicht schwojen ist, dass die Senderichtung zum Hot-Spot nicht immer 100% eingehalten werden kann. Fest vertäut an einer Mole funktioniert es aber einwandfrei.

3. Variante: mit dem 3G-Router können wir immer dann, wenn kein WLAN in Reichweite was, eine Internetverbindung über UMTS, HSPA oder EVDO mit dem USB-Modem herstellen. So kann sichergestellt werden, dass wir nie von der Außenwelt abgeschnitten werden.
4. Variante: die 41dBm High-Power Aktiv-USB-Antenne wird für Prüfzwecke (IP) oder zu Richtungsbestimmung der Hot-Spots verwendet. Mit der 41dBm High-Power Aktiv-USB-Antenne können wir mobil und unabhängig vom Bordnetz im Internet surfen, da sie über die USB-Leitung von Notebook mit Strom versorgt wird.
Spezielle Problematik bei Solarbooten:
Auf einem Solarboot wie der Solarwave gibt es mehrere Kilometer an Kabeln, Ströme von bis zu 600 Ampere erzeugen starke Magnetfelder. Eine Solarfläche von 57m² bedeutet auch 190 lfm an Aluleisten an den Kanten der Paneele, ca. 700 Meter an Lötlinien in den Paneelen. Das und die VHF-Antennen, die Radar-Antenne und die Inmarsat-Antenne am Heckträger erzeugen massive Störfelder und machen es nicht einfach, einen geeigneten Platz für das WLAN-System zu finden.
Fazit:
Nachdem das Aufstellungsproblem gelöst wart, funktionierten alle vier Varianten einwandfrei. Die Rundstrahlantenne (Omni-Antenne) findet meist viele Netze in einem 360° Umkreis, die Richtantenne hingegen hat eine stärkere Empfangs- und Sendleistung in einem Winkel von ca. 20°. Wenn wir wissen, von welchem Cafe an der Uferpromenade oder welchem Hotel wir unsere WLAN-Verbindung beziehen wollen und das Boot richtungsstabil an einer Mole liegt, dann verwenden wir die Richtantenne. Wenn die Solarwave vor Anker leicht schwojt oder wir nicht wirklich wissen, aus welcher Richtung wir WLAN bekommen, dann ist die Rundumantenne die bessere Wahl.
Diese Anlage ist deutlich preisgünstiger als die in den vergangenen Jahren von uns getesteten, professionell verarbeitet und durch ihre vielfältigen Redundanzlösungen sehr flexibel und praxistauglich. Empfehlenswert!
Inmarsat versus Iridium
Wenn wir weit entfernt vom Land sind und deshalb keine Internet- bzw. Telefonverbindung über WLAN bekommen können, benutzen wir Inmarsat - das ist eine Satellitenverbingung, mit der man Telefonieren, Mailen und sogar im Internet surfen kann. Die Hardware haben wir von der Firma Imtech aus Deutschland, der Netzbetreiber ist Vizada.
Auf unseren vorigen Booten verwendeten wir ein Iridium-Telefon, dabei kam es jedoch sehr häufig zu Unterbrechungen. Sehr überrascht waren wir daher von der Stabilität der Inmarsat-Verbindung - die selbst nachführende Antenne bietet eine permanente und störungsfreie Verbindung. doch dazu mehr in einem separaten Testbericht.
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